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Europäische Aktionskonferenz in Frankfurt am Main vom 24. bis 26. Februar 2012: Internationale Solidarität gegen das Krisenkommando der Troika-Mächte!

erstellt von redaktion Veröffentlicht am: 20.02.2012 22:35
2011 war ein Jahr, das vieles in Bewegung gesetzt hat: Inspiriert vom Aufbruch in Nordafrika demonstrierten rund um den Erdball immer wieder Hunderttausende gegen Unterdrückung und die globale Krise des Kapitals. In Griechenland fand ein Generalstreik nach dem nächsten statt; in Israel zogen riesige Demonstrationen gegen steigende Lebenskosten durch die Straßen, in Spanien kampierten Zehntausende auf den zentralen Plätze, und mit occupy entstand ausgehend von den USA eine weltweite, auch in Deutschland spürbare Bewegung, die zuletzt im Russland Putins und im nigerianischen Generalstreik Resonanzen fand. Relativ ruhig blieb es bisher in Deutschland: Höchste Zeit, auch hier einen Punkt zu setzen – ein Zeichen der Solidarität mit dem weltweiten Widerstand, ein Zeichen gegen die Troika und ihre Frankfurter und Berliner Dienstherr_innen.
Dazu trafen sich am 22. Januar 250 Aktive aus verschiedenen Netzwerken in Frankfurt und verabredeten sich zu einer europäischen Aktionskonferenz für einen heißen Frühling 2012.

Das sind die Fragen, die wir mit euch allen und unseren Freund_innen, Kolleg_innen und Genoss_innen aus verschiedenen Ländern auf der Aktionskonferenz diskutieren wollen: Wie können wir deutlich machen, dass es so nicht weiter gehen kann? Was können wir tun, damit es so nicht weiter geht? Wie lassen sich Protest und Widerstand gegen das autoritäre Krisenregime von Regierungen, Banken und Konzernen weiterentwickeln? Wie können wir der deutschen Regierung in den Rücken fallen? Wie zu einer transnationalen Organisierung der Bewegungen beitragen? Mit welchen Forderungen wollen wir mobilisieren? Wollen wir die EU demokratisieren oder auflösen? Wie verbinden wir die Kritik am kapitalistischen System mit alltäglichen sozialen Kämpfen? Wie lassen sich Massenhaftigkeit und Entschiedenheit kombinieren?
Es wird mit Workshops, Plena, Arbeitsgruppen, Talksshows und Murmelrunden viel Raum geben, um zu sich zu verständigen, zu planen, zu organisieren. Gehen wir’s an! Lasst uns gemeinsam diskutieren, streiten, weiterdenken, entwickeln wir Neues und lassen wir unseren Worten gemeinsam Taten folgen

Das sind die Aktionsideen, über die wir auf der Konferenz entscheiden wollen:
Nach der Demonstration an der EZB-Baustelle im Rahmen eines europäischen Aktionstags am 31.März wird der 1. Mai ein gemeinsamer Tag des Protests in Solidarität mit Lohnabhängigen, Erwerbslosen und den Kolleg_innen der Gewerkschaften. Ebenfalls am 31. März wird ein europäisches Vorbereitungstreffen in Mailand stattfinden, um die transnationale Koordination rund um die nächsten globalen Aktionstage zwischen dem 12. und 15. Mai 2012 zu intensivieren. An diesen Tagen wird es auch in Deutschland dezentrale, in die weltweiten Aktionen sich einbindende Aktionstage geben. Den Wind der globalen Proteste im Rücken wird es im Mai eine Vielzahl von Aktionen zentral in Frankfurt geben, dazu wird europaweit mobilisiert: Lasst uns das Finanzviertel blockieren wie die Occupistas in Oakland den Hafen. Ziel ist es, mit gleichermaßen massenhaften wie entschiedenen Aktionen ein unübersehbares Zeichen der Solidarität zu setzen. Gemeinsam, entschlossen, solidarisch, erfolgreich! Lasst uns so fruchtbare Bedingungen für einen heißen Herbst setzen, zum Jahrestag von Occupy Wallstreet im September, nach den Banken dann auch direkt gegen die Regierungen!
Über die genauen Termine zwischen dem „global actionday“ und Ende Mai wird auf der Aktionskonferenz entschieden. Ebenso über die Verstetigung der Proteste weit über den Sommer hinaus. Die Aktionskonferenz wird am Freitag, 24.2., um 19.30 Uhr mit einer zentralen Abendveranstaltung beginnen und am Sonntag 13 Uhr mit einem gemeinsamen Plenum enden. Es wird mit Workshops, Plena, Arbeitsgruppen, Talksshows und Murmelrunden viel Raum geben, um sich zu verständigen, zu planen, zu organisieren.

Der Ort wird das Studierendenhaus Campus Bockenheim in Frankfurt am Main sein.
Weitere Informationen:

http://www.european-resistance.org
info@european-resistance.org

Anmeldung unter http://www.european-resistance.org/de/aktionskonferenz/anmeldung


Einladende:

Europäische Aktionskonferenz

PROGRAMM:

Programm der Aktionskonferenz vom 24. - 26. Februar 2012

 

Zeiten:  Freitag 24.02. 18:00 bis Sonntag 26.02. 14:00

Ort:   Studierendenhaus in Frankfurt Bockenheim, Treffpunkt im Cafe KOZ, Mertonstraße

Anfahrt: Mit der U-Bahn: U4, U6, U7 bis Bockenheimer Warte

Mit der Tram: Linie 16 bis Bockenheimer Warte

Mit dem Auto: Schwierig wegen Parkplatzmangel!!! Senckenberganlage, Gräfstraße, Robert-Mayer-Straße

Freitag  24.2.2012

18:00 – 19.30:  Ankommen/Essen und Kennenlernen 

19.30 – 21.30:  Aufstände, Platzbesetzungen, Streiks – im Kampf gegen die Krisenregime - Talkshow mit BasisaktivistInnen aus Südeuropa

Kurze Einleitung zur Begründung der Aktion im Mai mit einem Ausblick auf die mögliche Aktions-Choreografie in ihrer Vielfalt und Entschlossenheit;

Christos Giovanopoulos, No to the new bailout and the austerity pack action group, Athen: Aufstand gegen die Troika, Alltagswiderstand gegen das Kürzungsregime;

Cristina Asensi, M 15 Valencia: Von den Plätzen in die Viertel in die Welt 

Paola Rudan, Coordinamenti Migranti Bologna/Precarious (Dis)Connections: Auf dem Weg zum prekären Streik;

und kurze Skype-Einblendungen von Oakland bis Karachi...

Samstag, 25.2.2012

10:00 – 11:00:  Frühstück im KOZ auf dem Unicampus Bockenheim

11:00 – 11:15:  Begrüßung zum Ablauf des Tages 

11.15- 11.45:  Kurz-Vorstellung der wichtigsten Aktionsvorschläge für das erste Halbjahr 2012

Ums Ganze: Zur Mobilisierung am 31. März;

Occupy Berlin und M-15 Spanien: dezentrale Aktionstage am 12. und 15.Mai

Kampagne Volksentscheid: Über den Mai hinaus...;

Interventionistische Linke: die Choreographie der Mai-Aktionstage in Frankfurt 

11:45 - 12.30: Inspirationen und Analysen. In 5 (!!!) Minuten auf den Punkt 

- Modell Deutschland für Europa (Attac Frankreich)

Wir sind gekommen, um weiterzugehen... wohin? (Occupy Frankfurt)

Streiks in Belgien (Joint Social Conference)

Bewegungsfreiheit und globale soziale Rechte (kein mensch ist illegal/transact)

Vor dem Streik im Öffentlichen Dienst? (Verdi Stuttgart)

Proteste an Bahnhöfen, Flughäfen, gegen Nazis und Atomzüge – wo bleibt der Sozialprotest? (Erwerbslosenforum Deutschland)

- plus Internationale Grußworte 

12:30- 1300:  Open mic 

13:00 – 14:00:  Mittagspause 

14:00 – 15.30:  Workshop Phase I: Inhalte 

Was heißt eigentlich „Kapitalismus“? 

Autoritäre Transformation der EU – Fiskalpakt und ESM (European Stability Mechanism) und die neue Rolle Deutschlands;

Welche Rolle spielen EZB + Geldpolitik und die Troika? 

Linke und EU: demokratisieren oder auflösen? 

Antikapitalistischer Protest und Alltagskämpfe – Vergesellschaftung als mögliche Verknüpfung? 

Wie funktioniert das eigentlich mit den Staatsschulden? - Schuldenaudit/-erlass als Lösung? 

Krieg & Krise, Militarisierung & autoritäre Strukturierung nach innen und außen; 

Fundamentale Krise der Naturverhältnisse - wie können wir diese in den Mai-Aktionen zum Ausdruck bringen?

Krise und Geschlecht – Reproduktionskrise; 

Migrantische Kämpfe - Prekärer Streik; 

Reaktionäre Mobilmachungen und Rassismus (Sarrazin, Rechtspopulismus) 

M 31 – Kapitalismus ist Krise; 

Gewerkschaftliche Handlungsoptionen in der Krise und Umverteilung; 

Linke Parteien in der Krise – Krise der linken Parteien?

16:00 – 17:15:  Vollversammlung zur Entscheidung über die Gesamtchoreographie im Mai, über den konkreten Termin, über einen Kurzaufruf und den Aktionskonsens 

17:30 – 19:30:  Workshop-Phase II: Aktionsvorbereitungen 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 

Mobilisierung

Grossdemo

Blockade AG 

Infrastruktur für die Aktionstage 

Finanzen 

Internationale Kontakte/Programm 

kreative, weitere Aktionen 

Über den Mai hinaus 

Kulturelles Programm

19.00 – 20.30:  Abendessen 

20:30 – 22:00: Diskussionspanel/Podiumsveranstaltung zu Krisenursachen – Krisenbekämpfungen mit VertreterInnen verschiedener Spektren u.a. zu folgenden Fragen

Was sollen die inhaltlichen Grundlagen für die Mobilisierungen im Mai sein?

Geht es um Antikapitalismus (und falls ja: welchen) oder um „Banken in die Schranken“?

Welche Rolle soll für die Aktionen im Mai Frankfurt als sog.„Finanzplatz“ und sollen die Geschäftsbanken spielen? Oder ist auch im Mai eher auf die EZB als politisch-ökonomische Institution zu fokussieren? Inwieweit ist – für einen Angriff auf die Ursachen der Krise – auch das Industrie- (und Handels)kapital (und nicht nur Banken und vielleicht noch staatliche Politik) zum Gegenstand der Proteste zu machen?

Was bedeutet in diesem Kontext eine breite Mobilisierung? Wie können wir im Bündnis die 'Einheit in der Vielfalt' gewährleisten? 

21:00 - open End: Paralleles Kulturprogramm 

Sonntag, 26.2.2012 

9:00 – 10:00:  Frühstück 

10:00 – 11:00:  Auftakt mit Zusammenfassung vom Vortag

11:00 – 12:45:  Workshop-Phase III - Fortsetzung der Workshop-Phase II und Bildung einer übergreifenden Struktur-AG 

13:00 – 14:00:  Abschlussplenum

nach 14:00:  Finanzplatz Frankfurt, EZB + Occupy Camp – Tour on site für Interessierte

Location: 

Mehr Infos: 

Termine
Ausstellung: Ästhetik des Widerstands 28.04.2012 — Faites votre jeu!, Klapperfeldstraße 5
Cuba im Film - 17. Festival 10.05.2012 — Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a
Widerstand gegen das Spardiktat von Troika und Regierung – Für internationale Solidarität und Demokratisierung aller Lebensbereiche 16.05.2012 — Frankfurter Innenstadt
Italien nach Silvio Berlusconi - Mario Montis Craskurs 20.05.2012
Ausstellungseröffnung: Von Menschen und Bäumen - Bilder und Geschichten 21.05.2012 — MUKIVA, Rendeler Str. 48
Ägyptischer Frühling zwischen Revolution und Militärherrschaft – Ein kritischer Blick 21.05.2012 — MAINZ, DGB-Haus, Kaiserstr. 26-30
Die Mikrofinanz-Industrie 21.05.2012 — Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5
Film: Gangsterläufer 22.05.2012 — Naxoshalle, Wittelsbacher Allee
Verfassungsschutz und Neonazis 24.05.2012 — DGB-Haus Frankfurt, Willi-Richter-Saal, Wilhelm-Leuschner-Straße 69 – 77
Abgetaucht! Als U-Boot im Widerstand 24.05.2012 — Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim, Neu-Isenburg, Zeppelinstr. 10
AFRIKA UND RASSISMUS IN SCHULEN UND KINDERGÄRTEN 25.05.2012 — Saalbau Gutleut, Rottweiler Str. 32
Info Abend Aserbaidschan 25.05.2012 — Club Voltaire, Kleine Hochstr.5
»Von Mietshäusern & emanzipatorischen Lebensentwürfen – ein Workshoptag für Hausprojekte in Gründung« 27.05.2012 — Faites votre jeu!, Klapperfeldstr. 5
Film: Die Mondverschwörung 29.05.2012 — Naxoshalle, Wittelsbacher Allee 29
Demo für bezahlbaren Wohnraum 31.05.2012 — Bockenheimer Warte
Theorie und Praxis kubanischer Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik 31.05.2012 — Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5
Gedenkdemo für CHRISTY SCHWUNDECK 02.06.2012 — Hauptbahnhof FfM
Sommerfest der AIDS-Hilfe Frankfurt 03.06.2012 — Alte Gasse
Kommende Termine…