Das sind die Fragen, die wir mit euch allen und unseren Freund_innen,
Kolleg_innen und Genoss_innen aus verschiedenen Ländern auf der
Aktionskonferenz diskutieren wollen: Wie können wir deutlich machen,
dass es so nicht weiter gehen kann? Was können wir tun, damit es so
nicht weiter geht? Wie lassen sich Protest und Widerstand gegen das
autoritäre Krisenregime von Regierungen, Banken und Konzernen
weiterentwickeln? Wie können wir der deutschen Regierung in den Rücken
fallen? Wie zu einer transnationalen Organisierung der Bewegungen
beitragen? Mit welchen Forderungen wollen wir mobilisieren? Wollen wir
die EU demokratisieren oder auflösen? Wie verbinden wir die Kritik am
kapitalistischen System mit alltäglichen sozialen Kämpfen? Wie lassen
sich Massenhaftigkeit und Entschiedenheit kombinieren?
Es wird mit Workshops, Plena, Arbeitsgruppen, Talksshows und
Murmelrunden viel Raum geben, um zu sich zu verständigen, zu planen, zu
organisieren. Gehen wir’s an! Lasst uns gemeinsam diskutieren, streiten,
weiterdenken, entwickeln wir Neues und lassen wir unseren Worten
gemeinsam Taten folgen
Das sind die Aktionsideen, über die wir auf der Konferenz entscheiden wollen:
Nach der Demonstration an der EZB-Baustelle im Rahmen eines europäischen
Aktionstags am 31.März wird der 1. Mai ein gemeinsamer Tag des Protests
in Solidarität mit Lohnabhängigen, Erwerbslosen und den Kolleg_innen
der Gewerkschaften. Ebenfalls am 31. März wird ein europäisches
Vorbereitungstreffen in Mailand stattfinden, um die transnationale
Koordination rund um die nächsten globalen Aktionstage zwischen dem 12.
und 15. Mai 2012 zu intensivieren. An diesen Tagen wird es auch in
Deutschland dezentrale, in die weltweiten Aktionen sich einbindende
Aktionstage geben. Den Wind der globalen Proteste im Rücken wird es im
Mai eine Vielzahl von Aktionen zentral in Frankfurt geben, dazu wird
europaweit mobilisiert: Lasst uns das Finanzviertel blockieren wie die
Occupistas in Oakland den Hafen. Ziel ist es, mit gleichermaßen
massenhaften wie entschiedenen Aktionen ein unübersehbares Zeichen der
Solidarität zu setzen. Gemeinsam, entschlossen, solidarisch,
erfolgreich! Lasst uns so fruchtbare Bedingungen für einen heißen Herbst
setzen, zum Jahrestag von Occupy Wallstreet im September, nach den
Banken dann auch direkt gegen die Regierungen!
Über die genauen Termine zwischen dem „global actionday“ und Ende Mai
wird auf der Aktionskonferenz entschieden. Ebenso über die Verstetigung
der Proteste weit über den Sommer hinaus. Die Aktionskonferenz wird am
Freitag, 24.2., um 19.30 Uhr mit einer zentralen Abendveranstaltung
beginnen und am Sonntag 13 Uhr mit einem gemeinsamen Plenum enden. Es
wird mit Workshops, Plena, Arbeitsgruppen, Talksshows und Murmelrunden
viel Raum geben, um sich zu verständigen, zu planen, zu organisieren.
Der Ort wird das Studierendenhaus Campus Bockenheim in Frankfurt am Main sein.
Weitere Informationen:
http://www.european-resistance.org
info@european-resistance.org
Anmeldung unter http://www.european-resistance.org/de/aktionskonferenz/anmeldung
Einladende:
- Attac Deutschland
- Die Linke Hessen
- linksjugend ['solid] Bundesverband
- Grüne Jugend Bundesverband
- Interventionistische Linke
- Erwerbslosen Forum Deutschland
- ver.di Stuttgart
- Berliner Krisenbündnis
- Kein Mensch ist illegal/transact
- autonome antifa [f]
- turn*left
- Aktivist_innen aus der occupy Bewegung
- NoTroika Rhein-Main
- Friedens- und Zukunftswerkstatt
- Sozialistische Initiative Berlin
- Revolutionär Sozialistischer Bund (RSB)
- Sozialistische Kooperation (SoKo)
Europäische Aktionskonferenz
PROGRAMM:
Zeiten: Freitag 24.02. 18:00 bis Sonntag 26.02. 14:00
Ort: Studierendenhaus in Frankfurt Bockenheim, Treffpunkt im Cafe KOZ, Mertonstraße
Anfahrt: Mit der U-Bahn: U4, U6, U7 bis Bockenheimer Warte
Mit der Tram: Linie 16 bis Bockenheimer Warte
Mit dem Auto: Schwierig wegen Parkplatzmangel!!! Senckenberganlage, Gräfstraße, Robert-Mayer-Straße
Freitag 24.2.2012
18:00 – 19.30: Ankommen/Essen und Kennenlernen
19.30 – 21.30: Aufstände, Platzbesetzungen, Streiks – im Kampf gegen die Krisenregime - Talkshow mit BasisaktivistInnen aus Südeuropa
Kurze Einleitung zur Begründung der Aktion im Mai mit einem Ausblick auf die mögliche Aktions-Choreografie in ihrer Vielfalt und Entschlossenheit;
Christos Giovanopoulos, No to the new bailout and the austerity pack action group, Athen: Aufstand gegen die Troika, Alltagswiderstand gegen das Kürzungsregime;
Cristina Asensi, M 15 Valencia: Von den Plätzen in die Viertel in die Welt
Paola Rudan, Coordinamenti Migranti Bologna/Precarious (Dis)Connections: Auf dem Weg zum prekären Streik;
und kurze Skype-Einblendungen von Oakland bis Karachi...
Samstag, 25.2.2012
10:00 – 11:00: Frühstück im KOZ auf dem Unicampus Bockenheim
11:00 – 11:15: Begrüßung zum Ablauf des Tages
11.15- 11.45: Kurz-Vorstellung der wichtigsten Aktionsvorschläge für das erste Halbjahr 2012
Ums Ganze: Zur Mobilisierung am 31. März;
Occupy Berlin und M-15 Spanien: dezentrale Aktionstage am 12. und 15.Mai
Kampagne Volksentscheid: Über den Mai hinaus...;
Interventionistische Linke: die Choreographie der Mai-Aktionstage in Frankfurt
11:45 - 12.30: Inspirationen und Analysen. In 5 (!!!) Minuten auf den Punkt
- Modell Deutschland für Europa (Attac Frankreich)
Wir sind gekommen, um weiterzugehen... wohin? (Occupy Frankfurt)
Streiks in Belgien (Joint Social Conference)
Bewegungsfreiheit und globale soziale Rechte (kein mensch ist illegal/transact)
Vor dem Streik im Öffentlichen Dienst? (Verdi Stuttgart)
Proteste an Bahnhöfen, Flughäfen, gegen Nazis und Atomzüge – wo bleibt der Sozialprotest? (Erwerbslosenforum Deutschland)
- plus Internationale Grußworte
12:30- 1300: Open mic
13:00 – 14:00: Mittagspause
14:00 – 15.30: Workshop Phase I: Inhalte
Was heißt eigentlich „Kapitalismus“?
Autoritäre Transformation der EU – Fiskalpakt und ESM (European Stability Mechanism) und die neue Rolle Deutschlands;
Welche Rolle spielen EZB + Geldpolitik und die Troika?
Linke und EU: demokratisieren oder auflösen?
Antikapitalistischer Protest und Alltagskämpfe – Vergesellschaftung als mögliche Verknüpfung?
Wie funktioniert das eigentlich mit den Staatsschulden? - Schuldenaudit/-erlass als Lösung?
Krieg & Krise, Militarisierung & autoritäre Strukturierung nach innen und außen;
Fundamentale Krise der Naturverhältnisse - wie können wir diese in den Mai-Aktionen zum Ausdruck bringen?
Krise und Geschlecht – Reproduktionskrise;
Migrantische Kämpfe - Prekärer Streik;
Reaktionäre Mobilmachungen und Rassismus (Sarrazin, Rechtspopulismus)
M 31 – Kapitalismus ist Krise;
Gewerkschaftliche Handlungsoptionen in der Krise und Umverteilung;
Linke Parteien in der Krise – Krise der linken Parteien?
16:00 – 17:15: Vollversammlung zur Entscheidung über die Gesamtchoreographie im Mai, über den konkreten Termin, über einen Kurzaufruf und den Aktionskonsens
17:30 – 19:30: Workshop-Phase II: Aktionsvorbereitungen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mobilisierung
Grossdemo
Blockade AG
Infrastruktur für die Aktionstage
Finanzen
Internationale Kontakte/Programm
kreative, weitere Aktionen
Über den Mai hinaus
Kulturelles Programm
19.00 – 20.30: Abendessen
20:30 – 22:00: Diskussionspanel/Podiumsveranstaltung zu Krisenursachen – Krisenbekämpfungen mit VertreterInnen verschiedener Spektren u.a. zu folgenden Fragen
Was sollen die inhaltlichen Grundlagen für die Mobilisierungen im Mai sein?
Geht es um Antikapitalismus (und falls ja: welchen) oder um „Banken in die Schranken“?
Welche Rolle soll für die Aktionen im Mai Frankfurt als sog.„Finanzplatz“ und sollen die Geschäftsbanken spielen? Oder ist auch im Mai eher auf die EZB als politisch-ökonomische Institution zu fokussieren? Inwieweit ist – für einen Angriff auf die Ursachen der Krise – auch das Industrie- (und Handels)kapital (und nicht nur Banken und vielleicht noch staatliche Politik) zum Gegenstand der Proteste zu machen?
Was bedeutet in diesem Kontext eine breite Mobilisierung? Wie können wir im Bündnis die 'Einheit in der Vielfalt' gewährleisten?
21:00 - open End: Paralleles Kulturprogramm
Sonntag, 26.2.2012
9:00 – 10:00: Frühstück
10:00 – 11:00: Auftakt mit Zusammenfassung vom Vortag
11:00 – 12:45: Workshop-Phase III - Fortsetzung der Workshop-Phase II und Bildung einer übergreifenden Struktur-AG
13:00 – 14:00: Abschlussplenum
nach 14:00: Finanzplatz Frankfurt, EZB + Occupy Camp – Tour on site für Interessierte
