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Festival CUBA IM FILM 2009

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erstellt von Cuba-Gruppe im Dritte-Welt-Haus / Filmforum Höchst Veröffentlicht am: 05.05.2009 22:55

vom 14. bis 24. Mai 2009 im Filmforum Höchst: Im März 1959, drei Monate nach dem Sieg der cubanischen Revolution, wurde durch eines der ersten von der neuen Regierung erlassenen Gesetze das cubanische Filminstitut Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos (ICAIC) gegründet. Damit beginnt die eigentliche Geschichte des neuen cubanischen Films.

Festival CUBA IM FILM 2009

cuba im film 2009

Zur Gründergeneration zählte der 2008 verstorbene Regisseur und President des Festivals de Cine Pobre Humberto Solás, den wir mit dem Klassiker Lucía würdigen.
Tomás Gutiérrez Alea, Julio García Espinosa, Santiago Álvarez, Sara Gómez, Humberto Solás und andere prägten eine Filmproduktion, die eng an die gesellschaftliche Entwicklung gebunden war und das Alltagsleben mit all seinen Problemen kritisch beleuchtete. Selbst in der schwierigen Zeit der so genannten Spezialperiode der 1990er Jahre entstanden herausragende Filme von Regisseuren wie Rolando Díaz, Daniel Díaz Torres und Fernando Pérez, deren Trilogie wir in diesem Festival zeigen werden. Mit unserer kleinen Retrospektive des cubanischen Films aus fünf Jahrzehnten wollen wir einen Einblick in dieses Filmschaffen geben.
Nicht zufällig steht Tomás Gutiérrez Alea, einer der Gründer des ICAIC, hier im Mittelpunkt. Sein Leben und Werk wird in Titón – de la Habana a Guantanamera, 1928 – 1996, dem ersten Dokumentarfilm von Mirta Ibarra, Aleas Lebensgefährtin, Ehefrau und bevorzugte Schauspielerin, kongenial nachgezeichnet. Mit Erdbeer und Schokolade (Silberner Bär 1994) wurde Alea auch in Deutschland bekannt. Wir freuen uns in diesem Zusammenhang sehr, dass wir in diesem Jahr Jorge Perugorría, den Darsteller des Diego aus Erdbeer und Schokolade, als Gast bei uns begrüßen können. Er wird gleichzeitig den neuen Film El Cuerno de la Abundancia von Juan Carlos Tabío (Ko-Autor von Erdbeer und Schokolade) vorstellen, in dem er wieder eine Hauptrolle spielt.
Pavel Giroud wird mit seinem neuen Film Omertá das Festival eröffnen. Giroud steht für ein junges cubanisches Kino, das den künstlerisch anspruchsvollen Unterhaltungsfilm in den Focus nimmt und durch große formale Perfektion besticht. Ein weiterer Vertreter dieses Kinos ist Alejandro Brugués,
mit seinem Erstlingswerk Personal Belongings. Der junge Film ist uns besonders wichtig. Seit vielen Jahren präsentieren wir Filme der Filmschulen Escuela Internacional de Cine y Televisión (EICTV) San Antonio de los Baños und des Instituto Superior de Arte (ISA) Havanna, und wir haben egonnen, auch hessische Filme an Festivals in Cuba zu vermitteln.
In diesem Jahr vergibt Cuba im Film deshalb zum ersten Mal einen mit 500 EURO dotierten Kurzfilmpreis, der von einer Jury aus Filmstudentinnen und –studenten der Hochschule für Gestaltung in Offenbach bestimmt wird. 20 Filme unseres Partnerfestivals Muestra de Nuevos Realizadores (Havanna) standen ihnen zur Auswahl, um den Preisträger/die Preisträgerin zu ermitteln und ein Kurzfilmprogramm für uns zusammenzustellen. Nach 50 Jahren ist es auch aus filmischer Sicht interessant, im Rahmen unseres Festivals insbesondere auf zwei Errungenschaften der cubanischen Revolution hinzuweisen:
– ein Gesundheitssystem, das auf der Habenseite eine der niedrigsten Raten von Säuglingssterblichkeit weltweit und eine der höchsten Lebenserwartungen des Kontinents
aufzuweisen hat und
– ein Bildungssystem, das laut einer 2006 veröffentlichten Untersuchung der UNESCO immer noch das mit Abstand beste Lateinamerikas ist.
Der Film Una niña, una escuela demonstriert die Flexibilität dieses Bildungssystems. Zum Thema Gesundheitssystem zeigen wir den Film La Reina del Condón, der die Sexualforscherin Monika Krause-Fuchs portraitiert. Sie hat in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Cuba eine beispiellose Sexualerziehungskampagne geleitet und wird als Gast mit uns das Gesundheitssystem diskutieren: einmal gleich nach dem Film und außerdem bei einem Literaturfrühstück im Café Wiesengrund am 17. Mai.
Das Festival Cuba im Film wird am 14. Mai von dem Leiter der Außenstelle der cubanischen
Botschaft in Bonn José Carlos Rodriguez Ruiz eröffnet.
 

im Filmforum Höchst

Emmerich-Josef-Str. 46a

65929 Frankfurt-Höchst

 

Veranstalter/in
Cuba-Gruppe im Dritte-Welt-Haus
Große Seestr. 14
60486 Frankfurt am Main
vorstand@drittewelthaus.de

Filmforum Höchst der VHS FrankfurtFilmforum Höchst der VHS Frankfurt
Emmerich-Josef-Str. 46 a
65929 Frankfurt am Main (Höchst)
Tel 069 2124-5664
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