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„Wer wird die nächste sein?“ Der Völkermord an den Roma und Sinti: Gedenkveranstaltung am Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

erstellt von Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer Veröffentlicht am: 16.01.2012 01:00
Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 - laden wir zu folgender Veranstaltung ein: Dienstag, 24. Januar 2012, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Alte Mühle, Lohstraße 13, Bad Vilbel: „Wer wird die nächste sein?“ Der Völkermord an den Roma und Sinti. Lesung: Carolin Weber. Musik: Solisten des Philharmonischen Vereins der Sinti und Roma Frankfurt/Main. Der Eintritt ist frei. Eine Veranstaltung der Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer, des Fachbereichs Kultur der Stadt Bad Vilbel und des Geschichtsvereins Bad Vilbel.
Wann 24.01.2012
von 19:30 bis 23:55
Wo Bad Vilbel, Kulturzentrum Alte Mühle
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Nach einer Einführung in die Thematik liest die Schauspielerin Carolin Weber aus den Erinnerungen von Anna Mettbach. Die in Ulfa (heute Stadtteil von Nidda) geborene Sintezza war Häftling in Auschwitz und Ravensbrück und Zwangsarbeiterin bei Siemens im sächsischen Wolkenburg. Sie lebt heute in Gießen. Zwischendurch werden Musiker des  Philharmonischen Vereins der Sinti und Roma Frankfurt am Main spielen.

So gnadenlos wie die Juden wurden im Dritten Reich auch die Roma, Sinti und verwandte Volksgruppen verfolgt. Eine halbe Million ihrer Menschen wurde ermordet. Darunter auch Familienangehörige von Anna Mettbach. Ihr Bericht in dem 1999 erschienen Buch „Wer wird die nächste sein?" beginnt mit folgenden Sätzen:
„Ich bin eine Sintezza. Geboren bin ich am 26. Januar 1926 in Ulfa. Jahrzehntelang konnte ich mich nur im engsten Familienkreis oder bei Überlebenden öffnen. Aber nachdem Häuser niedergebrannt wurden und Menschen darin verbrannten, machte ich mir es zur Pflicht, vor allem vor jungen Menschen zu sprechen, denn die Jugend ist unsere Hoffnung. Die Begegnungen mit diesen Jugendlichen helfen mir, und ich hoffe, daß ich auch ihnen etwas geben kann. Doch wenn ich die Glatzen im Fernsehen oder auf der Straße sehe, läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Oftmals lassen mich diese Begegnungen nachts nicht schlafen, denn die Erinnerungen treten wieder hervor, und wie ein gehetztes Tier versuche ich, vor den mich bedrängenden Bildern zu flüchten."

Internet-Auftritt des Vereins: http://www.lagergemeinschaft-auschwitz.de.

Termine
Ausstellung: Raus von hier (bis 1.10.) 19.01.2015 — Faites votre jeu!, Klapperfeldstraße 5
100 Jahre Leugnung - Der Völkermord an den ArmenierInnen und Erinnerung(en) in der deutschen Migrationsgesellschaft (bis 28.5.) 25.02.2015 — Bildungsstätte Anne Frank, Hansaallee 150
Gisèle Freund - 1. Mai 1932 (bis 3.5.) 25.02.2015 — Historisches Museum
Heidi Munds PEGIDA Frankfurt macht weiter. Wir auch. 30.03.2015 — Rossmarkt
Geschichte der Arbeiterbewegung in Liedern 01.04.2015 — Linken Laden. Höchst, Höchster Schloßplatz 3
Solikonzert für Kobane 04.04.2015 — Raumstation Rödelheim, Auf der Insel 14
Frankfurter Ostermarsch 2015 06.04.2015 — Frankfurt
Frauendiskussionsabend: Geschlechtertrennung: Was steckt dahinter? 07.04.2015 — Club Voltaire, 2. Stock
Filme: Jüdisches Leben – Valentin Senger und Fischl Liberman 07.04.2015 — Naxos-Halle, Waldschmidtstr. 19
Ägypten: "Brot – Freiheit –Würde - Soziale Gerechtigkeit" 09.04.2015 — Club Voltaire
Film: Elser - Er hätte die Welt verändert 09.04.2015 — E-Kinos, Zeil 125
Menschen im Exil – Flüchtlinge erzählen 10.04.2015 — Linker Laden Höchst, Höchster Schlossplatz 3
Gustav Landauer – ein Anarchist in Frankfurt 11.04.2015 — Schauspiel Frankfurt
Migranten und ihre Nachkommen - Jenseits von „Wir“ und „Die“ 12.04.2015 — Café Wiesengrund, Am Weingarten 14
Afghanistan: „…blühendes Land…“? 13.04.2015 — Club Voltaire
Geld und Schuld 13.04.2015 — Club Voltaire
Tarifrunde im Öffentlichen Dienst 14.04.2015 — Saalbau Titusforum im Nordwestzentrum, Walter-Möller-Platz 2
Israel und die deutsche Linke - Positionen und Perspektivenwandel seit 1948 14.04.2015 — Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24
Meret Oppenheim und die surrealistische Bewegung 14.04.2015 — Denkbar, Spohrstraße 46a
Johannes Grützke: Bilder 15.04.2015 — Galerie Schwind, Fahrgasse 8
Kommende Termine…