Buchvorstellung: „Mythos und Pathos statt Logos und Ethos“ - Zu den Publikationen führender Erziehungswissenschaftler in der NS-Zeit
Die
umfassende Studie von Benjamin Ortmeyer bietet eine Fülle bislang nicht
veröffentlichter Dokumente über das Wirken der modernen
„Gründungsväter“ der deutschsprachigen Erziehungswissenschaften: Eduard
Spranger, Herrmann Nohl, Erich Weniger und Peter Petersen. Systematisch
appellierten sie in ihren Werken auch schon vor der NS-Zeit an das
Irrationale, befürworteten einen völkisch geprägten Nationalismus, eine
militaristische Haltung; sie zeigten eine beinahe ungebrochene
Zustimmung zu einem eugenisch begründeten Rassismus und äußerten sich
zum Teil antisemitisch.
Benjamin Ortmeyer: „Mythos
und Pathos statt Logos und Ethos“ – Zu den Publikationen führender
Erziehungswissenschaftler in der NS-Zeit: Eduard Spranger, Herman Nohl,
Erich Weniger und Peter Petersen. Weinheim: Beltz Verlag 2009, EUR 68,00. Ab 15. Juli 2009 im Buchhandel
Veranstalter: Fritz Bauer Institut und der Fachberteich Erziehungswissenschaften an der Goethe Universität Frankfurt am Main
Zeit: Montag, 6. Juli 2009, 18.00 Uhr
Ort: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.811
Info: Fritz Bauer Institut, Tel.: 0 69–79 83 22–40, Fax: –41, info@fritz-bauer-institut.de
