Campus für Alle!
Veranstaltung der Initiative "Ratschlag Campus Bockenheim" am Montag, 6. Juli 2009, 19 Uhr: Der Campus Bockenheim war ursprünglich kommunales Eigentum und wurde dem Land Hessen als Träger der J. Wolfgang Goethe-Universität im "Kulturvertrag" von 1999 geschenkt. Mit dem Wegzug der Uni aus Bockenheim stellt sich auch die Frage nach der Zukunft dieses Areals. Während wir uns für den Erhalt des Studierendenhauses und seine zukünftige Nutzung als öffentlicher Raum einsetzen, ist der Verkauf vom Campus Bockenheim - und damit auch dieses Hauses - durch das Land Hessen an private Investoren fortgeschritten.
Am 4. Juni 2009 erklärte der Wohnungs-und Planungsdezernent E. Schwarz auf eine entsprechende Anfrage der Linken im Frankfurter Römer zum Stand der Verkaufsverhandlungen: "Nach Aussagen der ABG Frankfurt Holding dauern die Verhandlungen mit dem Land Hessen noch an. Die Kaufinteressenten bitten um Verständnis dafür, dass über laufende Verhandlungen keine Details bekannt gegeben werden können. Der Magistrat kann keine Aussagen über den Inhalt und den Zeitpunkt des Abschlusses der Verkaufsverhandlungen treffen, da die alleinige Entscheidung hierüber im Zuständigkeitsbereich des Eigentümers, dem Land Hessen, liegt." Im Klartext heißt das:
Wir haben mit der Veranstaltungswoche "Studierendenhaus für Alle" einen Anfang zum Erhalt öffentlichen Eigentums gemacht, wir wollen mit euch diese Erfahrung auswerten und weitere Aktivitäten besprechen |
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Rückfragen: Angelika Wahl Varrentrappstraße 67, 60 482 Frankfurt Tel 069 774583, rech-wahl@onlinehome.de Der Kulturvertrag und seine Auslegung "Die Geschichte des Kulturvertrages zeigt, dass zum
Zeitpunkt des Abschlusses und der parlamentarischen Behandlung des Kulturvertrages
alle Beteiligten davon ausgingen, dass der Universitätsstandort
Bockenheim im Kern erhalten bleiben soll und die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
beherbergen wird. Die Naturwissenschaften sollten hingegen auf den Niederurseler
Hang (heute: Campus Riedberg) verlagert werden und die Geisteswissenschaften
auf den entstehenden Campus Westend. Die Kosten der Standortneuordnung
der Universität sollte aus den Erlösen refinanziert werden,
die durch den Verkauf der freiwerdenden Bockenheimer Liegenschaften
erzielt würden. Beide Grundsätze des Kulturvertrages, die
Zukunft des Campus Bockenheim und die Refinanzierung der Kosten der
Standortneuordnung, wurden von der Universität einseitig ohne parlamentarische
Diskussion, wohl aber mit Billigung des Magistrats der Stadt Frankfurt
und der Landesregierung auf-gegeben. Der Bockenheimer Campus wird aufgelöst
und die Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf der nicht mehr
genutzten Liegenschaften in Bockenheim fließen zumindest zum Teil
in das Grund-stockvermögen der Stiftungsuniversität, dessen
Verwendung seinerseits nur sehr indirekt der öffent-lichen Kontrolle
zugänglich ist. ..." Vortrag von Alexander Rausch >>Den vollständigen Vortrag downloaden (PDF) Die Beiträge von Frank Nonnenmacher und Alexander Rausch (Mp3) zu Thema werden in Kürze auf http://www.attac-ffm.de anzuhören sein! |
