Cuba im Film 2008 - 13° Festival de Cine Cubano
erstellt von redaktion
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Veröffentlicht am:
04.05.2008 22:45
Das Festival de Cine Cubano – Cuba im Film - findet wie immer in Zusammenarbeit mit dem 3. Welt Haus Frankfurt in diesem Jahr bereits zum 13. Mal im Filmforum Höchst (Frankfurt, Emmerich-Josef-Straße 46a) statt. In der Zeit vom 22. bis 28. Mai 2008 werden Spiel- und Dokumentarfilme den Stand der kubanischen Kinematographie und damit auch die aktuelle gesellschaftliche Situation in Cuba beleuchten.
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Mit La Noche de
los Inocentes von Arturo Sotto beginnt das Festival, das von José
Carlos Rodríguez, Leiter der Außenstelle Bonn der kubanischen
Botschaft, eröffnet wird. Der Schauspieler Yasmany Guerrero wird
anlässlich der Deutschlandpremiere von La Noche de los Inocentes im
Filmforum zu Gast sein.
Neben dem kubanisch – brasilianischen Spielfilm El Cayo de la Muerte von Wolney Oliveira, der im letzten Dezember in Havanna vorgestellt wurde, wird eine Reihe neuer Dokumentarfilme aus Cuba gezeigt: Pasajes del Corazon y la Memoria von Gloria Rolando, La Noche de San Lazaro von Ángel Ruiz-Bazán, La Entrega de la Conflanza von Lisette Vila sowie die deutsch–kubanischen Produktionen Dos Patrias – Cuba y la Noche in Anwesenheit des Regisseurs Christian Liffers und Tania la G, ebenfalls in Anwesenheit der Regisseurin Tania Lescano, die sich mit der Geschichte und der Bedeutung von Tamara Bunke (Tania, la Guerrillera) auseinandersetzt. Die von Gabriel García Márquez mit gegründete Filmschule Escuela Internacional de Cine y Televisión (EICTV) spiegelt die Dynamik und Zukunftsorientierung der Filmkultur Kubas wider. Auch in diesem Jahr werden in Zusammenarbeit mit der EICTV Abschlussarbeiten der meist lateinamerikanischen Filmstudenten/innen präsentiert und versprechen dem Publikum einen spannenden Abend mit interessanten Entdeckungen. Die Veranstalter freuen sich, zu diesem Anlass Arturo Arango, Schriftsteller und Drehbuchautor, der in San Antonio lehrt, begrüßen zu können. Zudem wird Arturo Arango Lista de Espera (Regie: Juan Carlos Tabio) vorgestellt, zu dem er die literarische Vorlage sowie das Drehbuch geschrieben hat. „Als ich Lista de Espera von Arturo Arango las, war für mich sofort klar, dass ich aus dieser Geschichte einen Film machen wollte“ (J. C. Tabio). Am 27. Februar ist in Madrid der kubanische Regisseur Octavio Cortázar gestorben. Mit El Bridadista hatte er 1967 einen der erfolgreichsten Filme der kubanischen Filmgeschichte gedreht. Die Veranstalter erinnern sich noch gern an seinen Besuch ihres Festivals im Mai 1998 zur Aufführung seines wunderbaren Dokumentarfilms Por Primera Vez. Beide Filme laufen am 24. Mai um 18.30 Uhr. Die Revolte 67/68 rückte neben Vietnam die Befreiungsbewegungen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens in den Mittelpunkt der revolutionären Überlegungen in den USA und Europa. „Die Globalisierung der revolutionären Kräfte“ sah Rudi Dutschke als wichtigste Aufgabe an. Anfang der 60er Jahre hatten Filmemacher/innen wie Agnes Varda, Joris Ivens, Chris Marker in Kuba Filme gedreht. 1968 war in Frankreich, Italien und der Bundesrepublik Deutschland (im Trikont Verlag) Che Guevaras Bolivianisches Tagebuch erschienen. Die Bilder des Che waren neben denen Ho Chi Minhs auf den Demonstrationen zu sehen. In Kuba produzierte der Dokumentarfilmregisseur Santiago Àlvarez die visuellen Manifeste der Revolte : Vietnam (Hanoi, Martes 13, 79 Primaveras), Bürgerrechtsbewegung und Repression in den USA (NOW, LBJ) und die Hommage an Che Guevara Hasta la Victoria Siemprere. Die Verbindung der politischen Inhalte mit experimentellen und neuen Formen der Filmkunst in seinem Werk haben in den 1960ern zu „ den radikalsten Veränderungen der Filmsprache geführt“ (Jorge Fraga). Im Kontext der Zeit des politisch innovativen Films entstand auch Tomas Guitérrez Aleas Memorias del Subdesarrollo, der die Situation Kubas nach der Revolution aus dem Blickwinkel des bürgerlichen Intellektuellen Sergio reflektiert und der-1968 entstanden - zu den wichtigsten Filmen nicht nur Kubas, sondern des kritischen Kinos der 1960er Jahre gehört. In der Hauptrolle ist der kürzlich verstorbene kubanische Schauspieler Sergio Corrieri zu sehen. Von einem Leben zwischen den USA und Cuba erzählt schließlich der US-amerikanische Dokumentarfilm The man of two Havanas von Vivian Lesnik, der zum Abschluss des Festivals läuft. Das Auftaktkonzert mit der kubanischen Gruppe Los 4 del Son findet am 21. Mai in der Romanfabrik, Hanauer Landstraße 186, statt. Das Café Wisengrund lädt im Rahmen des Festivals am Sonntag, 25. Mai, um 11 Uhr zu einem Literaturfrühstück mit Arturo Arango. Gefördert und unterstützt wird „Cuba im Film“ durch die Hessische Filmförderung, das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt, bei ABP, TNT – Express, Havanna Club, Aufblende FOK e.V., LAGG e.V. und dem Filmhaus Frankfurt. Filmforum Höchst – VHS Frankfurt Emmerich-Josef-Straße 46 a 65929 Frankfurt / Höchst Tel.: 069-21245664 filmforum@neues-theater.de Programm unter http://www.cubafilm.de http://filmforum.neues-theater.de/abendprogramm.html |
