Die „Judentransporte“ aus Deutschland
Dienstag, 9. September 2008, 18.30 Uhr: mit Alfred B. Gottwald. Begleitprogramm der Ausstellung "Sonderzüge in den Tod - Die Deportation mit der Deutschen Reichsbahn". Heute liegen zahlreiche Untersuchungen zur Geschichte der Verschleppung der Juden aus einzelnen deutschen Städten und Regionen sowie Fallstudien zu den Vorgängen am Zielort einzelner Transporte vor. Doch erst sechzig Jahre nach Kriegsende ist eine umfassende Übersicht der Deportationen von Juden aus dem Deutschen Reich in Ghettos und Vernichtungslager von Alfred Gottwaldt und Diana Schulle erschienen. Alfred Gottwaldt, Abteilungsleiter und Kustos am Deutschen Technikmuseum Berlin und Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen zur Eisenbahngeschichte, entwickelt auf der Grundlage seiner Forschungen zur Organisation und Durchführung der einzelnen Transporte einen Überblick der „Judendeportationen“ aus den Städten Mitteleuropas, erläutert aktuelle Forschungsergebnisse und die heute verfolgten Frageansätze.
Wanderausstellung der Deutschen Bahn AG, 26. August bis 14. September 2008, täglich 9.00–20.00 Uhr, Hauptbahnhof Frankfurt am Main, 1. Stock, Aufgang Höhe Gleis 17/18.
Die Wanderausstellung stellt die Deportationen der Juden, Sinti und Roma mit der Deutschen Reichsbahn zwischen 1941 und 1945 dar. Sie erinnert an das unermessliche Leid der deportierten Menschen und zeigt die Rolle der Reichsbahn bei der Planung und Durchführung der Transporte in den Tod. Eine Medienstation mit Zeitzeugeninterviews und Film- und Hördokumenten ergänzt die 40 Ausstellungstafeln. Zwei weitere Tafeln stellen den regionalen Bezug zu Frankfurt am Main her.
Veranstalter: Deutsche Bahn AG in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut
Ausstellungseröffnung: Dienstag, 26. August 2008, 17.00 Uhr
Öffentliche Führungen: ab 28. August, Di. u. Do., 14.30 u. 16.30 Uhr
Begleitprogramm am Ort der Ausstellung
