Film: Die Reise nach Mekka - Die Reise des Muhammad Asad
Donnerstag, 27. November bis Mittwoch, 10. Dezember 2008, 18 Uhr: Von Georg Misch, Österreich 2008, 92 min. (OmU): DER WEG NACH MEKKA - DIE REISE DES MUHAMMAD ASAD folgt dem Lebensweg von Leopold Weiß alias Muhammad Asad, von den Randgebieten der ehemaligen Donaumonarchie bis nach Israel, Palästina, Saudi-Arabien, Pakistan und New York. Er besichtigt die Orte, an welchen er sich einst aufgehalten hat. Parallel entblättert sich ein vielschichtiges Bild des Islams. Auf den Stationen der Reise werden die Überlegungen Asads heutigen Problemen zwischen Orient und Okzident gegenübergestellt. Das Filmteam tritt in seine Fußstapfen und trifft auf dem rekonstruierten Lebenspfad Menschen aus seinem nahen Umfeld: Familie und Freunde, Experten und Wissenschafter, Verehrer seines Werks sowie zahlreiche Zufallsbekanntschaften, die von dem in Vergessenheit geratenen Reformisten viel, noch nichts oder nur wenig wissen.
| Was | |
|---|---|
| Wann |
27.11.2008 18:00
bis 10.12.2008 19:45 |
| Wo | Mal Seh'n Kino |
| Kontakt-E-Mail | info@malsehnkino.de |
| Termin übernehmen |
|
Dass ein Österreicher der Schlüssel zu einem besseren Verständnis dieser konträren Welten hätte sein können, überrascht. Muhammad Asad war ein Visionär, dessen Gedankengut ihn beinahe zum Martin Luther des Islam werden ließ. Ein vergessener Autor, Philosoph, Träumer sowie Gründervater und UN-Botschafter Pakistans, der neben seinen Schriften über das Weltbild, Recht und die Philosophie des Islam, mit seiner Koranübersetzung das moderne theologische Denken dieser Religion immens beeinflusste.
Noch heute gilt seine Übersetzung unter Wissenschaftern und Akademikern
als die beste überhaupt. Er verstand sich als "Mittler" wiewohl seine
religiösen Überzeugungen und politischen Sympathien klar verteilt waren
und im Film auch wiederholt eine Problematisierung erfahren. Durch sein
Wirken wurde Asad zu einem der bedeutendsten Kulturvermittler zwischen
der abendländischen Kultur und jener des Orients. Dabei erscheint es
erstaunlich, dass heute nur noch Wenige von Muhammad Asad wissen.
Zur Seite des Verleihs
Zur Seite des Produzenten
