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Film: Die Roten Drachen und das Dach der Welt

erstellt von redaktion Veröffentlicht am: 16.06.2008 19:50

Mittwoch 23. Juli 2008, 20 Uhr: Sondervorstellung "Tibet". Ein Film von Marco Keller und Ronny Pfreundschuh (80 Min./2008): Leuchtend goldene Dächer. Über der Altstadt von Lhasa geht die Sonne auf und hüllt den Potala Palast in zartes Licht. Unzählige Tibeter kommen von überall her, um die heiligen Tempelanlagen zu besuchen. Sie werfen sich nieder und drehen dabei ihre Gebetsmühlen. Mitten im Pilgerstrom sitzt ein Mönch in weinroter Robe und rezitiert heilige Schriften. Es sind die Klischees vom „Dach der Welt“, zu denen natürlich auch majestätische Schneeberge gehören.

Was
Wann 23.07.2008
von 20:00
Wo Deutsches Filmmuseum
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Ein kleiner Junge in gelbem Gewand, der als wichtige Wiedergeburt entdeckt wurde, gehört ebenso dazu wie die Nomaden, die wie eh und je ihren Herden hinterher ziehen.
All diese Bilder zeigt der Dokumentarfilm Die roten Drachen und das Dach der Welt auch. Er bettet sie ein, zeigt sie als das, was sie sind: Facetten aus dem tibetischen Alltag. Und der ist weit weniger bunt und erhebend als die mystifizierenden Vorstellungen des Westens von friedliebenden buddhistischen Mönchen und Pilgern in farbenfrohen Trachten, die sich lächelnd, betend und meditierend unter der chinesischen Besatzung behaupten. Gewagt wurde hier eine Reise ins Detail, gedreht wurde unauffällig und auf höchst sensible Art.
Dabei entstanden Aufnahmen und Aussagen, die in dieser Form bisher kaum gezeigt wurden. Sie beschreiben das Aufeinandertreffen zweier Welten, Kulturen und Geisteshaltungen. Die Filmemacher zeichnen ein Porträt Tibets, das den Alltag in einem mehr und mehr von Chinesen dominierten Land zeigt. Neben vielen (meist jungen) Tibetern kommen auch Chinesen zu Wort, wodurch das Dilemma, in dem Tibet sich derzeit befindet, deutlich wird. Mit der Fertigstellung der neuen Bahnlinie nach Lhasa schreitet die „Kolonialisierung“ Zentraltibets unaufhaltsam voran. Im Schatten dieser Entwicklungen bleibt vielen Tibetern nur noch die Flucht über den Himalaya und damit ein ungewolltes, oft unwürdiges und entfremdetes Leben im Exil. Doch ein Flüchtlingsdrama überschattet selbst diese allerletzte Option....

Zum Filmgespräch kommen die beiden Regisseure Marco Keller und Ronny Pfreundschuh sowIe Ruth Schöffel von der Tibet Initiative Deutschland e.V.. Regionalgruppe Frankfurt.

Die Roten Drachen und das Dach der Welt

Einlass (zum Ankommen und für Getränkekauf): 19.30 Uhr

Filmbeginn: 20.00 Uhr
Filmgespräch ca. 21.30 Uhr

Kartenbestellungen: Tel. (069) 43054734 oder

theater.willypraml@t-online.de

 
http://www.naxos-kino.org/

 

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