Politisches Café für Frauen: 1968 und die Frauen: Versuch einer Aufarbeitung
Sonntag, 3. August 2008, ab 11 Uhr: Kaffee/Tee, Referat und Diskussion mit Stefanie Haenisch: In Deutschland wurden in der vom revolutionär-aktionistischen SDS angeführten Studentenbewegung aberhunderte von Frauen erstmals politisch aktiv. Und weil sie aktiv wurden, spürten sie ihre Fesseln. Das Ziel der Frauen im SDS war Abschaffung von Ausbeutung und Unterdrückung, die Abschaffung der Herrschaft von Menschen über Menschen. Das bedeutete auch die Befreiung der Frau, nicht nur ihre rechtliche und soziale Gleichstellung im Rahmen des bestehenden Systems von Ausbeutung, Unterdrückung und Konkurrenz.
Die in den 70er Jahren entstandene Frauenbewegung hat zweifellos erfolgreich dazu beigetragen, dass für sehr viele Frauen mehr Gleichstellung erreicht wurde. Wir sehen jedoch gerade heute, wie diese wichtigen, aber noch lange nicht ausreichenden Erfolge durch neoliberale Angriffe wieder zurückgeschraubt werden. Das Ziel einer wirklichen Frauenbefreiung ist nicht näher gerückt, obwohl sich die Voraussetzungen für diesen Kampf objektiv verbessert haben.
Was haben wir damals gedacht, wie dieses Ziel zu erreichen ist – was war – im Licht von 40 Jahren Erfahrung - richtig, was war nicht richtig ? Welche Schlüsse können wir ziehen?
Stefanie Haenisch ist Diplom-Soziologin und während ihres Studiums 1967 in den Frankfurter SDS eingetreten. Seitdem war sie immer in verschiedensten sozialen und politischen Bewegungen aktiv (und auch in ihrem Beruf tätig). Heute ist sie Mitglied von DIE LINKE Frankfurt, Sprecherin in einer Stadtteilgruppe, Mitglied des Ko-Kreises der AG „Frieden und internationale Politik“ in der Linken und im Netzwerk marx 21.
Ort:
Frauenprojekt Gallus-Gutleut,
Hattersheimer Str. 2, 60326 Frankfurt-Gallus
Eintritt frei, Spenden willkommen
Veranstalterinnen:
Feministische Partei DIE FRAUEN
