Radio: Die Unfähigkeit zu trauern - Essay
Sonntag, 6. Juli 2008, 18.05 Uhr: Feature in hr2-kultur: Am 26. September 1967 stellte der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich im Hessischen Rundfunk unter dem Titel "Die Unfähigkeit zu trauern" die wichtigsten Thesen seines gleichnamigen Buches vor. Darin versucht Alexander Mitscherlich die Faszination, die der Nationalsozialismus auf große Teile der deutschen Bevölkerung ausübte, psychoanalytisch zu erklären:
Er deutet die „Unfähigkeit zu trauern“ als Selbstschutz, der zu einer psychischen Immobilität gegenüber gesellschaftlichen Gegenwartsproblemen führt. In diesem Essay aus dem Jahr 1967 fasst er die Thesen seines berühmten Buches zusammen, das eine wichtige Rolle für die Studentenbewegung spielte.
