Schriftsteller lesen gegen den Flughafenausbau: Robsie Richter
Sonntag, 12. Oktober 2008, 15 Uhr: Schriftsteller lesen gegen den Flughafenausbau und für den Erhalt des Kelsterbacher Waldes bzw. für die Besetzer desselben und ihre Gäste. Autoren aus dem Rhein Main Gebiet beziehen Stellung gegen die direkte und langfristige Vernichtung der Natur durch das Abholzen des Waldes in Verbindung mit einer geradezu unvorstellbaren Steigerung des CO2-Ausstoßes durch die geplante Erhöhung der Flugbewegungen von 500 000 auf 700 000 pro Jahr.
Den Schriftstellern ist es nicht nur ein Anliegen auf die vielen Nachteile für die Bevölkerung (etwa die schon jetzt unerträgliche Lärmbelästigung), die eine weitere Betonpiste an der Stelle des jetzigen Bannwaldes noch verschärfen würde, hinzuweisen. Darüber hinaus ist es den Schriftstellern ein besonderes Anliegen, auf den Verfall von elementaren kulturellen Werten unserer demokratischen Gesellschaft und deren politischen Führung aufmerksam zu machen.
Wie kann es sein, dass die Staatsgewalt dem Flughafenbetreiber bei ersten Arbeiten zur Waldvernichtung polizeiliche Unterstützung gewährt, obwohl der Kelsterbacher Wald noch in Besitz der Stadt Kelsterbach ist? Eine Enteignung wurde noch nicht vollzogen. Auch ist noch keine Entscheidung über die zahlreichen Klagen gefallen. Wenn sich die staatlichen Organe zu Handlangern von Konzernen machen, dann ist unsere demokratische Grundordnung gefährdet. Die Schriftsteller möchten Ihre Stimme erheben gegen die schnelllebige Partymentalität, für die der billige Wochenendflug nach Mallorca wichtiger ist als die Lebensqualität im eigenen Umfeld und der Kampf gegen die globale Umweltzerstörung.
Robsie Richter:
Geboren auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges in einem beschaulichen Städtchen am Rande des bayerischen Waldes. Jugend als einziger Punk im Umkreis von 30 Kilometern in einem hessischen Dorf und schließlich versumpft in Deutschlands hässlichster Stadt Hanau. Mit 15 angefangen so was wie Literatur zu produzieren, weil das Fernsehprogramm zu langweilig war, 14 Jahre Kneipenwirt, verschiedene Buchveröffentlichungen und Bandprojekte, zuletzt: The Acid Eaters, The Riotears und seit 2002 The Pirates of Venus. Musikalisch angesiedelt zwischen Surf, 60s Garage und Punk, literarisch irgendwo zwischen Bukowski, Gerald Locklin und Jim Thompson. Richter bei Ariel
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Kurzinfo: Schriftsteller lesen gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens 14.09.08 Alexander Pfeiffer Am jew. Sonntag um 15 Uhr im besetzten Wald. Wegbeschreibung: http://waldbesetzung.blogsport.de/wegbeschreibung/ Tagesaktuelle Infos immer auf http://www.ariel-verlag.de/html/waldlesungen.html. Organistation: oliver.bopp(at)ariel-verlag.de |
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