Zwischen „internationaler Solidarität“ und „Standortnationalismus“ - Deutsche Gewerkschaften und Nationalismus im 21. Jahrhundert
Podiumsdiskussion am Mittwoch, 2. Juli 2008, 19.30 Uhr: Wiederholt stehen die Gewerkschaften heute vor der Frage, wie Interessenvertretung jenseits der globalen Standortkonkurrenz aussehen kann. Nicht selten werden schließlich Belegschaften verschiedener Standorte mit dem Verweis auf die notwendige „Standortsicherung“ praktisch gegeneinander ausgespielt. Dies geht oft einher mit der Verbreitung nationalistischer Einstellungen - auch unter Gewerkschaftsmitgliedern. Gleichzeitig gibt es mit der internationalen Vernetzung von Gewerkschaften und verschiedenen Aufklärungsprojekten aber den Versuch, nationalistischen Tendenzen theoretisch und praktisch zu begegnen.
| Was | |
|---|---|
| Wann |
02.07.2008 von 19:30 |
| Wo | Café KOZ |
| Kontakt-E-Mail | DGB-Buero.Frankfurt@dgb.de |
| Termin übernehmen |
|
Welchen Stellenwert diese Auseinandersetzungen für die Gewerkschaften haben sollten, scheint jedoch häufig unklar. Auf der Veranstaltung soll über die Gründe für verschiedene Formen des Nationalismus in den Gewerkschaften und mögliche Gegenstrategien diskutiert werden.
Bodo Zeuner ist Politikwissenschaftler am Otto-Suhr-Institut in Berlin und befasste sich in einer Studie mit nationalistischen Ideologien innerhalb der Gewerkschaften.
Axel Gerntke ist Sekretär der Grundsatzabteilung des IG Metall Bundesvorstandes und Autor mehrerer Bücher zu Themen wie z.B. bedingungslosem Grundeinkommen und gewerkschaftlichen Strategien.
Mag Wompel ist Industriesoziologin und Journalistin. Außerdem ist sie leitende Redakteurin der linksgewerkschaftlichen und unabhängigen Internetplattform „Labournet“.
Moderation: DGB CampusOffice Frankfurt
Ort: Café KOZ, Universität Frankfurt (Campus Bockenheim)
Eine Veranstaltung im Rahmen der Normalitätseuphorietagung
http://normalitaetseuphorie.blogsport.de


