Die Verhandlung des Erinnerns an Nationalsozialismus

erstellt von andrea jung — zuletzt geändert: 2007-10-07T03:22:28+01:00
Reihe feministische Abschlussarbeiten Die Verhandlung des Erinnerns an Nationalsozialismus und Holocaust von Jule Henrich Do, den 13. Juli 2006, um 20:00 Uhr im Studierendenhaus, Campus Bockenheim

Die Verhandlung des Erinnerns an Nationalsozialismus und Holocaust an einem Frankfurter Ort des Gedenkens: Das Geschichtsbüro Synagoge Friedberger Anlage von Jule Henrich Der Bunker an der Friedberger Anlage, 1941 von den Nationalsozialisten errichtet, steht auf den Fundamenten der in der Pogromnacht von 1938 zerstörten Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft Frankfurt. Die Synagoge war die größte in Frankfurt, in ihrem Umfeld im Ostend existierte eine große religiöse, soziale und kulturelle Infrastruktur.1910 waren etwa 44% der Bewohnerschaft des Ostends JüdInnen. Die Bedeutung des Ortes ist den wenigsten FrankfurterInnen bekannt. Das Projekt Geschichtsbüro hat sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Ortes in dem „Spannungsfeld der Bedeutungen“ sichtbar zu machen. Im Bunker ist eine Ausstellung installiert, die den Alltag und die Lebenssituation der jüdischen BewohnerInnen des Ostends vor, während und nach dem Nationalsozialismus zeigt. Die Untersuchung beschäftigt sich mit der Erinnerung, die durch den Besuch dieses Ortes motiviert wird. Hierbei geht es ausschließlich um die Erinnerung von „Nicht- Verfolgten“. Die Fragestellung lautet, wie die Geschichte der Shoa in das Gedenken und Erinnern der Nachfahren der TäterInnen- Generation intergriert ist und wie die „eigene“ Erinnerung in Bezug auf die Geschichte der Shoa verhandelt wird. Autonomes FrauenLesben Referat Mertonstraße 26-28, 60325 Ffm. Tel: 069- 798 23095 / Fax: 069 - 70 20 39 www: www.aflr.de