ANTIFA-Demonstration "Make Racists afraid again!“

erstellt von Antifa United Frankfurt — zuletzt geändert: 2017-02-23T14:06:30+02:00
Für den kommenden Samstag, 25. Februar 2017, um 16 Uhr am Frankfurter Südbahnhof rufen Antifa-Gruppen zu einer gemeinsamen antifaschistischen Demonstration auf.

Die Kampagne gegen Naziterror und Rassismus ist eine Antwort auf wiederholte rechte und rassistische Angriffen in Frankfurt und dem Rhein-Main Gebiet. Am Abend des 21.02.17 kam es zu einer Spontan-Demonstration in Bornheim und am 23.02.17 wurden nachmittags in Büdingen Flyer verteilt und auf rassistische Strukturen aufmerksam gemacht. Der Aktionsmonat wird auch nach der Demonstration fortgeführt.

Warm werden für die Demo
Den Auftakt für die Demonstration am Samstag, 25.02.17, bildeten 2 Aktionen:
Am Abend des 21.02.17 kam es zu einer spontanen Versammlung von rund 100 Antifaschist*innen, die vom Günthersburgpark aus durch Bornheim zogen und lautstark für die laufende Kampagne warben. Es wurden Flyer verteilt und die Straße mit Pyrotechnik für den Demonstrationszug erleuchtet1. Am Nachmittag des 23.02.17 besuchten Frankfurter Antifaschist*innen unter dem Motto „Tatort Rassismus“ die Nazihochburg Büdingen in der Wetterau. Dort sind seit längerem NPD-Strukturen fest verankert und können neben Veranstaltungen auch im örtlichen Stadtrat ihre rassistische Hetze verbreiten.

Mehr Antifaschismus wagen
Die seit Anfang Februar laufende Kampagne ist eine Antwort auf wiederholte rechte und rassistische Angriffen in Frankfurt und dem Rhein-Main Gebiet. Bisherige „Negativ-Höhepunkte“ dieser Entwicklung stellen der Angriff auf das selbstverwaltete Café von Project.Shelter und die nicht aufgeklärten (Brand)Anschläge auf Roma Ende letzten Jahres dar.

„Das Ziel unserer Kampagne ist es daher, Menschen zu antifaschistischem und antirassistischem Engagement zu ermutigen und sich dem rassistischen Normalzustand gemeinsam entgegenzustellen! Wir wollen rassistische Akteure aus der Deckung holen und selber in die Offensive gehen!“, erklärt Pressesprecherin Aylina Martin zu den Hintergründen der Demonstration. Das spiegelt auch die rege Beteiligung von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen wider, die sich mit eigenen Aktionen eingebracht haben. So sind beispielsweise in Mainz mehrere Mitglieder der AfD geoutet und Infoveranstaltungen zu rechten Strukturen in der Rhein-Main-Region durchgeführt worden.  

Für die anstehende Demonstration wird daher auch mit über 500 Teilnehmer*innen aus ganz Hessen und Rheinland-Pfalz gerechnet.
„Wir geben uns natürlich keiner Illusion hin: Eine Demonstration ist nur eine Demonstration und zerschlägt keine rechten Strukturen.“, erläutert Martin,„Trotzdem: Antifaschismus muss zurück auf die Straße – auch in Frankfurt!“

Keine Kontrolle – kein Probleme!
Für die Demonstration stellen die Veranstalter*innen klar:
„Aus dem Demonstrationszug und den  Teilnehmer*innen selber wird keinerlei Gewalt oder Provokation gegenüber der Polizei stattfinden. Jegliche Versuche der Kriminalisierung und Delegitimierung unseres antifaschistischen Protests weisen wir entschieden zurück!“

Dazu gehören auch restriktive Maßnahmen wie Personenkontrollen vor oder nach der Demonstration und das Begleiten der Demonstrierenden im Spalier. Martin weiter: „Von unserer Seite geht ganz klar die Forderung an die Polizei aus, sich zurückzuhalten und das Filmen der Teilnehmer*innen grundsätzlich zu unterlassen!“

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** Der Aktionsmonat ist ein offener Aufruf an alle, die sich im antifaschistischen Sinne engagieren wollen. Antifa United Frankfurt ist dabei in keinem Fall verantwortlich für bestimmte Aktionen, sondern lediglich Sprachrohr für antifaschistische Aktionen im Rhein-Main Gebiet. **
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Route: Vom Südbahnhof geht es durch die Innenstadt Richtung Willy-Brandt-Platz. Es wird Redebeiträge von unterschiedlichen Gruppen geben.

 

Twitter-Info: @AUF_Kampagne #2502ffm, #makeracistsafraidagain
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Antifa United Frankfurt ist ein Zusammenschluss linker antifaschistischer Gruppen und Einzelpersonen aus Frankfurt/Umgebung und seit Anfang 2016 aktiv.
Weitere Informationen gibt es unter: www.antifa-united.com oder https://www.facebook.com/antifaunitedfrankfurt/

Antifa United Frankfurt, Pressemitteilung, 22.2.2017