Bildungsstätte Anne Frank: Bildungsarbeit gegen rechts wichtiger denn je

erstellt von Fraktion DIE LINKE. im Römer — zuletzt geändert: 2017-12-14T12:59:34+02:00
Martin Kliehm, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Römer, ist bestürzt über die Kritik an der Bildungsstätte Anne Frank.

In der Frankfurter Neuen Presse war gestern am 12. Dezember 2017 ein Artikel zu lesen, in dem Vorwürfe gegen die Bildungsstätte ausgesprochen wurden.

Kliehm findet: „Der Verfasser des Artikels stellt die Mitarbeiter*innen der Bildungsstätte unter den Generalverdacht, ‚extremistisch‘ zu sein. Das ist unangemessen und unprofessionell. Als Quelle den Hessischen Verfassungsschutz heranzuziehen, ist waghalsig: dieselbe Behörde hat bei der Aufklärung des NSU-Komplexes versagt und beobachtet sogar den Zusammenschluss der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA).“

Spezifisch ging es um das Engagement einer Mitarbeiterin im Kulturzentrum Klapperfeld. Dabei sei die Stadtverordnetenversammlung parteiübergreifend zu dem Entschluss gelangt, dass das Klapperfeld eine kulturelle Einrichtung für Frankfurt sei, die wertvolle Aufklärungsarbeit leistet.

Die Bildungsstätte Anne Frank, getragen von ihren Mitarbeiter*innen, leistet Tag für Tag wichtige Arbeit, vor allem im Jugendbereich und in der Aufklärung gegen rechts. Diese Arbeit ist in Frankfurt gerade jetzt wichtig, wo rechte Parolen wieder ausgepackt werden und Antisemitismus wieder gesellschaftsfähig wird“, äußert sich Kliehm.

DIE LINKE Fraktion spricht der Bildungsstätte ihre ungeteilte Solidarität aus und freut sich darauf, die neue Dauerausstellung ab Sommer 2018 wieder besuchen zu können.

Fraktion DIE LINKE. im Römer, 13.12.2017

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Bildungsstaette-Anne-Frank-hat-keine-Beruehrungsaengste-mit-Linksradikalen;art675,2850827