Brandstiftung im NaturFreunde-Haus Gallus

erstellt von NaturFreunde Frankfurt — zuletzt geändert: 2019-02-02T15:24:10+01:00
NaturFreunde schließen einen rechtsextrem motiverten Hintergrund nicht aus.

In der Nacht vom 23.01. auf den 24.01.2019 brannte es kurz nach Mitternacht im Stadtheim der NaturFreunde Frankfurt im Stadtteil Gallus. In dem Vereinsheim mit Aktivitäten der Ortsgruppe Frankfurt befinden sich auch die Geschäftsstellen des Landesverbandes der NaturFreunde Hessen und der Naturfreundejugend Hessen.

Unbekannte hatten vor der hinteren Eingangstür ein Feuer gelegt. Das Feuer griff auf die Eingangstür, das Vordach und Teile der Fassade über. Aufmerksame Nachbarn informierten die Feuerwehr, so dass der Brand schnell gelöscht werden und ein Übergreifen auf das Haus selbst verhindert werden konnte. Dennoch entstand ein erheblicher Sachschaden. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass das Feuer in die Dachfläche des Hauses gelaufen ist, musste ein Teil der Dachfläche von der Feuerwehr zur Kontrolle geöffnet werden. Verletzt wurde niemand.

Über den genauen Vorgang der Brandstiftung können wir nichts sagen und warten die Ergebnisse des zuständigen Fachkommissariats der Polizei ab.

Die Brandstiftung trifft einen ehrenamtlich arbeitenden und aktiven Verein mit seinen vielfältigen Angeboten im Umweltschutz, sanftem Tourismus, Sport und Kultur und seine engagierten Mitglieder.

„Obwohl keine Bekennerschreiben o.ä. gefunden wurden, schließen wir einen Anschlag mit rechtsextrem motivierten Hintergrund nicht aus“, erklärte der Landesvorsitzende Jürgen Lamprecht und verwies auf eine Reihe von Brandanschlägen auf linke und alternative Projekte im Frankfurter Raum in letzter Zeit.

Die NaturFreunde sind ein demokratischer politischer Freizeitverband mit einer über 100jährigen Geschichte und Wurzeln in der Arbeiterbewegung. Im Nationalsozialismus wurden sie verboten und ihre Mitglieder verfolgt. Die NaturFreunde engagieren sich für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie wenden sich aktiv gegen Ausgrenzung von Minderheiten, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus. So arbeiten sie zum Beispiel aktuell in Bündnissen wie „Aufstehen gegen Rassismus“ oder „Rock gegen Rechts“. Ihre Haltung wird auch an ihren Häusern durch Schilder wie „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ deutlich. So auch an dem betroffenen NaturFreunde-Haus im Gallus.

Jürgen Lamprecht, Landesvorsitzender NaturFreunde Hessen
Claudia Lenius, Vorsitzende NaturFreunde Frankfurt
Simon Umbach, Landesjugendleiter Naturfreundejugend Hessen
31.1.2019