Cantina Buen Barrio bleibt! IGS Nordend behält ihr Mensateam

erstellt von DIE LINKE. Im Römer — zuletzt geändert: 2018-04-06T19:55:39+02:00
Antrag der Fraktion DIE LINKE. Im Römer

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, den Mensabetrieb der IGS Nordend weiterhin durch die Cateringfirma Cantina Buen Barrio durchführen zu lassen und weiter zu beschäftigen.

Der Vertrag mit dem Großcaterer Sodexo wird am 03. April 2018 nicht unterschrieben und die Verhandlungen abgebrochen.

Begründung:

Seit 2009 betreibt das Catering Cantina Buen Barrio von Sandra Beimfohr die Mensa in der IGS Nordend. Schulleitung, Schülerinnen und Schüler und Elternvertretung sind mit dem Angebot der Cantina Buen Barrio sehr zufrieden, wie der schuleigenen Homepage 1, 2 aber auch der Petition und weiteren Aktionen, die sich für den Verbleib des Mensateams stark machen, zu entnehmen ist. Der Betrieb arbeitet eng mit der Schule zusammen. Der Schulleiter schätzt seinen Beitrag zur positiven Entwicklung der Schule. Die Cantina kann auf die Bedürfnisse von Kindern oder Eltern eingehen und schnell und unkompliziert pädagogische oder gesellschaftliche Anliegen der Schule aufgreifen. So unterstützte das Team bereits im Aufbau der Mensa die Schule, in dem es bereits vor Fertigstellung der Mensa mit einer hohen Bereitschaft, großem Einsatz und viel Logistik für die Kinder kochte. Seit dem unterstützt das Team die Schule regelmäßig bei Festen oder Konferenzen und ermöglicht Lernen mit allen Sinnen, in dem es pädagogische Anliegen kulinarisch aufgreift.

Die Cantina kocht jeden Tag frisch, regional und biologisch. Das Essen wird in der schuleigenen Küche zubereitet. Dadurch muss das fertige Essen weder durch die Stadt oder über weitere Wege transportiert werden, noch muss es aufgewärmt oder unnötig lange warm gehalten werden. Die Schülerinnen und Schüler haben einen engen Kontakt zu Küche, können ihre Anliegen direkt an das Team weitergeben. Sie können sehen, dass Essen nicht einfach da ist, sondern gekocht und zubereitet wird, dass Menschen über Gerichte, Zutaten und die Essenswünsche von ihnen nachdenken. Auch Grenzen bezüglich Preisen, Zubereitungsmöglichkeiten oder saisonale Voraussetzungen können durch die enge Anbindung der Küche und des Teams an die Schule besprochen und erfahren werden.

Wie der Petition zu entnehmen ist, waren Frau Beimfohr zwei Fehler unterlaufen. Sie hatte im Vier-Wochen-Plan eine Vollkornkost zu wenig angeboten und hatte im Sinne des Beschwerdemanagements keine E-Mail-Adresse auf dem Formular angegeben. Beide Fehler lassen sich sehr einfach beheben und rechtfertigen keines Falls, dass ein kleiner Betrieb zu Grunde geht und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen werden.

1 http://igs-nordend.de/index.php/quicklinks/120-mensaretten

2 https://www.change.org/p/bildungsdezernentin-der-stadt-franfurt-sylvia-weber-mensaretten- gro%C3%9Fcaterer-sodexo-soll-nicht-die-verpflegung-d-igs-nordend-%C3%Bcbernehmen

DIE LINKE. Im Römer, Frankfurt, 27. März 2018