Climate Justice Rhein-Main: Sofortiger Kohleausstieg von Mainova beim HKW

erstellt von Climate Justice Rhein-Main — zuletzt geändert: 2018-12-06T23:59:14+01:00
*Beschluss der Römer-Koalition völlig unzureichend / *Demonstration anlässlich COP24 in Polen für Klimaschutz, saubere Luft und Kohleausstieg

Climate Justice Rhein-Main, die Klima-Gruppe von Attac Frankfurt, die Naturfreunde-Jugend und weitere Organisationen rufen für den kommenden Samstag, anlässlich der Entscheidung der Römer-Koalition, erst 2030 beim Heizkraftwerk West aus der Kohleverbrennung auszusteigen, zu einer Demonstration auf - vom Goetheplatz zum Kohlekraftwerk in der Innenstadt. 

Zeit: 8.12., 14h 
Startpunkt: Goetheplatz, 60313 Frankfurt 

Die Protestaktion in Frankfurt steht im Kontext der parallel tagenden 24. UN-Klimakonferenz in Polen. Unter dem Motto #ClimateAlarm werden am 8. Dezember weltweit zehntausende für eine weitreichende und effektive Antwort zur Klimakrise auf die Straßen gehen. 

„Die Klimakrise spitzt sich immer dramatischer zu. Trotzdem plant die Römer-Koalition erst 2030 aus der Kohle auszusteigen und nach diesem Zeitpunkt noch fossiles Gas einzusetzen. Das ist mit der Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels kaum vereinbar“, erklärt Andrea Siebold von Climate Justice Rhein-Main. „Wir fordern von der schwarz-rot-grünen Koalition und Mainova einen sofortigen Kohleausstieg und einen raschen Umstieg auf 100% erneuerbare Energien.“ 

Am 29.11. hatten CDU, SPD und Grüne im Umweltausschuss dafür votiert erst in 12 Jahren aus der Kohle auszusteigen und legten dabei keinen endgültigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern fest. 

„Klimawissenschaftler warnen inzwischen, dass wir auf eine Heißzeit mit unabsehbaren Folgen für die Menschheit zusteuern. Die Verbrennung von ca. 90 Mio. Tonnen Kohle Tag für Tag und Jahr für Jahr in Mainova-Kraftwerk West muss deshalb rasch beendet werden“, kommentiert Alexis Passadakis, aktiv bei Attac Frankfurt und Climate Justice Rhein-Main. „Mainova hätte den Umstieg auf Erneuerbare Energien längst in die Wege leiten müssen. Es ist daher an der Zeit, dass Mainova in ein von den Bürgerinnen und Bürgern kontrolliertes demokratisches Stadtwerk umgebaut wird.“ 

Climate Justice Rhein-Main entstand in den letzten Monaten, um die Proteste gegen die Braunkohleförderung am Hambacher Wald zu unterstützen und setzt sich nun auch für effektive Klimapolitik in der Rhein-Main-Region ein.
Climate Justice Rhein-Main, Pressemitteilung 6.12.2018