Frankfurt braucht mehr selbstverwaltete Räume

erstellt von DIE LINKE. im Römer — zuletzt geändert: 2017-08-03T10:30:22+01:00

Obwohl der Sommer sich wirklich nicht von seiner besten Seite zeigt, scheint die Hitze einigen aufs Gemüt zu schlagen. Die Frankfurter FDP fordert die Mietvertragsauflösung des Café Exzess in Bockenheim und die Räumung des Klapperfelds an der Konstablerwache. Statt sich mit den wirklichen Problemen wie Luftverschmutzung und Wohnungsnot zu beschäftigen, fordert die FDP damit einen kulturellen Kahlschlag.

Eyup Yilmaz, planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer, kritisiert diese Forderungen scharf: „Das Café Exzess und das Klapperfeld sind wichtige Einrichtungen für die Stadtteile, in denen sie aktiv sind, und die gesamte Stadtgesellschaft! Wenn solche Zentren geräumt werden, geht ein Stück Lebensqualität verloren. In Frankfurt brauchen wir Räume, in denen andersdenkende Menschen ihre Meinung in die Gesellschaft einbringen können. Diese gehen verloren, wenn man selbst verwaltete Zentren schließt!“

Im Café Exzess und im Klapperfeld werden viele Veranstaltungen – regelmäßig finden Ausstellungen, Konzerte, Seminare und vieles mehr dort statt – für freien Eintritt oder zum Selbstkostenpreis angeboten. „Durch steigende Mieten und Lebenshaltungskosten wird das Leben in Frankfurt immer teurer – jetzt auch noch nicht-kommerziellen Freiräume zu verbieten, schadet der Stadt!“, meint Yilmaz.

Yilmaz fordert deshalb die Ausweitung von Selbstverwaltung in Frankfurt: „Statt über deren Schließung zu sprechen, sollten mehr Räume zur Selbstverwaltung zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel für Kulturzentren und Wohnprojekte! Viele Initiativen – wie beispielsweise Project Shelter – suchen schon seit Jahren Räume und finden keine.“

Fraktion DIE LINKE. im Römer, PM, 2.8.2017

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