Für bessere Löhne in der Geldbranche

erstellt von Fraktion DIE LINKE.im Bundestag — zuletzt geändert: 2019-01-05T10:40:01+01:00
Anlässlich der bundesweiten Streiks der Beschäftigten in der Geld- und Wertbranche, von denen in Hessen fünf Betriebe mit etwa 500 Beschäftigten betroffen sind, erklärt der hessische Bundestagsabgeordnete Achim Kessler:

"Wenn die Arbeitgeber der Branche, die seit Jahren anhaltende Gewinne verbuchen können, nach fünf Tarifrunden kein akzeptables Angebot vorlegen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn die Beschäftigten den Arbeitskampf aufnehmen und den Bargeldverkehr lahmlegen. Die Forderungen der Gewerkschaft ver.di nach einer Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro oder eine monatliche Gehaltserhöhung um 250 Euro bei einer Laufzeit von zwei Jahren sowie die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für die gesamte Branche sind gerechtfertigt, gerade wenn man bedenkt, dass die Beschäftigten berufsbedingt dort wohnen, wo die Lebenshaltungskosten sehr hoch sind. Der Verdienst liegt in den westlichen Bundesländern bei 2200 bis 2900 brutto, in den östlichen sogar nur bei 1800 bis 2400 Euro brutto monatlich."

Kessler weiter: "Dass besonders die Geldtransportfahrer nicht nur hohen körperlichen, sondern auch großen psychischen Belastungen ausgesetzt sind, weil sie bewaffnet Dienst tun müssen, wird von der Arbeitgeberseite bei der Vergütung nicht berücksichtigt. Auch die Gehaltsunterschiede im Westen und Osten müssen überwunden werden. Die Arbeitgeber müssen dem endlich Rechnung tragen und sich in der kommenden Tarifrunde konstruktiver verhalten."

Dr. Achim Kessler
Mitglied des Deutschen Bundestags

Obmann im Ausschuss für Gesundheit
Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion DIE LINKE.

Presseinformation, Frankfurt, 4. Januar 2019