Kampagne „Frauen und Frauenorganisationen für Frieden in Afrin/Nordsyrien“

erstellt von Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane — zuletzt geändert: 2018-02-26T20:25:01+02:00
Frauenkampagne für Frieden in Afrin gegründet: Aufruf zum Handeln

Pressemitteilung, 23.02.2018

Am Mittwoch, den 21. Februar 2018, wurde in Rüsselsheim die Kampagne „Frauen und Frauenorganisationen für Frieden in Afrin/Nordsyrien“ gegründet.

Anlass dafür ist der Angriffskrieg des türkischen Militärs gegen Afrin, u.a. mit deutschen Leopard-2-Panzern, wozu die deutsche Regierung schweigt und sich damit zum Komplizen macht. Dieser militärische Angriff richtet sich gegen die demokratische Selbstverwaltungsregion in Nordsyrien, die dort lebenden Menschen und insbesondere auch gegen die aufgebauten Frauenstrukturen. In den letzten Jahren hatten hunderttausende arabische, ezidische, christliche und andere Geflüchtete dort Aufnahme gefunden.

Die Kampagne setzt sich zum Ziel, die Kriegstreiberei in Syrien zu beenden und eine internationale Frauenlobby für Frieden aufzubauen. Damit soll der von Frauen stark geprägte Gesellschaftsaufbau in Nordsyrien, der frauenemanzipatorische Anliegen ins Zentrum stellt, geschützt und gestärkt werden.

Von der Bundesregierung fordert das neue Bündnis von Frauen und Frauenorganisationen „den völkerrechtswidrigen Angriff der Türkei in Nordsyrien zu verurteilen und weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Genozid insbesondere durch die Luftbombardierungen von Wohngebieten zu verhindern“ sowie „Waffenlieferungen an die Türkei sofort zu beenden“. Außerdem wird frauenpolitisch die Beteiligung von Frauen an demokratisch repräsentierten Friedensverhandlungen gefordert sowie „einen nachhaltigen Frieden in der Region zu fördern durch die Stärkung von Fraueninitiativen im Friedensprozess und die Unterstützung der bestehenden Prozesse zu Geschlechtergerechtigkeit und die Aufhebung von Geschlechterstereotypen“ (s. Anlage).

Die Kampagne wendet sich vor allem auch an Frauen in unterschiedlichen Zusammenhängen sowie an Frauenorganisationen und fordert diese auf, sich aktiv gegen den Krieg in Afrin einzusetzen. Für den Internationalen FraueFtag, 8. März, wird vorgeschlagen, ein entsprechendes Zeichen mit dem Motto #WomenRiseupforAfrin sichtbar zu setzen.

Zu den Initiatorinnen und Unterstützerinnen der Kampagne gehören die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) des Bistums Trier, die Internationale feministische Aktionsbewegung Marche Mondiale des Femmes in Deutschland (MMF), der Verein „Frauen für Frieden e.V. Hessen“, die Stiftung der freien Frau in Rojava (WJAR), der Dachverband des Êzidischen Frauenrats e.V. (SMJÊ), das Kurdische Frauenbüro für Frieden (Ceni e.V), die Landesarbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe Rheinland-Pfalz, das „Frauenbündnis Rheinland-Pfalz“, die Redaktion des Internet-Forums www.bzw-weiterdenken.de, Andrea Ypsilanti (Sprecherin des Instituts Solidarische Moderne, ISM), Prof. Dr. Dr. Frigga Haug (Institut für kritische Theorie) und weitere Unterstützerinnen.

Es wird gewünscht, dass sich weitere Einzelpersonen und Organisationen dem Kampagnenbündnis anschließen.

frauenfuerafrin@mail.de

 

Offener Brief an die Bundesregierung und öffentliche Petition an den Deutschen Bundestag:

Stellungnahme von Friedensforscherinnen und anderen für Frauenrechte engagierten Frauen zum Angriff auf Afrin/Nordsyrien

Der Krieg der Türkei in Nordsyrien, der nach der Erklärung von Staatspräsident Erdogan darauf zielt von Afrin (Efrîn) im Westen bis an die Grenze des Irak im Osten „alle Terroristen auszurotten“, meint einen Angriff auf die dort seit 2012 bestehende demokratische Selbstverwaltung. Die demokratische Autonomie und Geschlechterbefreiung wurde unter dem Namen „Rojava“ bekannt, vor allem nachdem Ende 2014 der IS erfolgreich aus Kobanî zurückgeschlagen wurde. An dem gesellschaftlichen Neuaufbau, der basisdemokratisch und kommunal organisiert wird, sind die vielen kulturellen Gruppen der Region beteiligt: neben Kurd*innen auch Assyrer*inne, Araber*innen, Ezid*innen, Turkmen*innen etc. Deshalb wurde der kurdische Name Rojava 2016 durch Demokratische Föderation Nordsyrien (DFNS) ersetzt. Die de facto autonome Region umfasst die drei Kantone Efrîn, Kobanê und Cizîrê.

Rojava bzw. die Demokratische Föderation Nordsyrien steht für eine aktive Beteiligung von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen, für doppelte Führungsspitzen aus einer Frau und einem Mann in allen Ämtern, fortschrittliche Frauengesetze, ein von Frauen geschriebener Gesellschaftsvertrag, autonome Frauenstrukturen als parallele und eingebundene Strukturen, Frauenzentren, -beratungsstellen, - akademien, sogar ein Frauendorf. Die Jineolojî, eine Sozialwissenschaft vom Frauenstandpunkt aus, wurde verankert und hilft die Fragen des Neuaufbaus kooperativ zu beantworten. Im Oktober 2017 hat der erste Studiengang Jineolojî begonnen, im August wurde ein Jineolojî-Forschungszentrum in Efrîn und im September eines in Cizîrê eröffnet.

Als Friedensforscherinnen und engagierte Frauen*/Trans/Inter stellen wir uns gegen den Angriff der Türkei auf die nordsyrische Region der Selbstorganisierung. Dieser Angriff ist nicht nur völkerrechtswidrig. Hier wird versucht auszuradieren, was aufgrund des Beispielcharakters als bedrohlich verstanden wird: Das selbstorganisierte Zusammenleben verschiedener kultureller Gruppen und die verankerte, selbstbewusste Beteiligung von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Die Vernichtung der wertvollen Entwicklungen in der Region, mit der jetzt gedroht wird, zu dulden würde allen feministischen und an Frauenrechten orientierten Analysen und Ansätzen für Friedenspolitik widersprechen.

Wir stellen uns gegen jede Form von Waffenlieferung und Kriegsunterstützung der deutschen Regierung an die Türkei.

In der Region drohen Massaker. Die deutsche Regierung, andere Staaten, die EU, die UN müssen sich deutlich gegen diesen Krieg aussprechen und für eine sofortige Einstellung der Angriffe einsetzen.

Statt der praktizierten Duldung dieses Krieges muss eine politische Lösung für Syrien unter Einbezug der Demokratischen Föderation Nordsyrien (DFNS) und insbesondere der Frauenvertreterinnen mit allen Mitteln vorangebracht werden.

Als Friedensforscherinnen und für Frauenrechte engagierte Frauen wissen wir, dass eine stärkere Geschlechtergleichheit und eine Vielfalt von Geschlechtervorstellungen, wie sie in der DFNS entstehen und verankert werden, sich deutlich auf das friedliche Zusammenleben innerhalb und zwischen Gesellschaften auswirken. In der DFNS wird vieles entwickelt, von dem wir gerne mehr lernen wollen. Wir als Friedensforscherinnen in Deutschland sind an einem solidarischen Austausch von Erfahrungen interessiert und dulden den Angriff auf diesen vielversprechenden Gesellschaftsaufbau nicht.

23.02.2018

 

Unterzeichnerinnen:

FriedensFrauen Weltweit - PeaceWomen Across the Globe (PWAG)
Informationsbüro Nicaragua e.V., Wuppertal
Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez, Professur für Allgemeine Soziologie, Justus-Liebig-Universität Gießen
Dr. Christine M. Klapeer, Studienfach Geschlechterforschung, Fakultät für Sozialwissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen
Ass. Prof. Nazan Üstündağ, Boğaziçi University, z.Z. Berlin
Dr. Mechthild Exo, Lehrkraft für Transkulturalität und internationale Entwicklungen, Hochschule Emden/Leer, Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK)
Dr. Ilina Fach, Marburg
Wiebke Lass, Gesellschaft für sozioökonomische Forschung (GSF)
Waltraud Bischoff, Projektgruppe „Frauen wagen Frieden“
Bele Grau, Köln
Ferdos Dini
Ramona Juretzka, Düsseldorf
Sowie die Initiatorinnen und Unterstützerinnen der Kampagne „Frauen und Frauenorganisationen für Frieden in Afrin/Nordsyrien“:

Kampagne „Frauen und Frauenorganisationen für einen Frieden in Afrin/Nordsyrien“

„Frei werden wir erst, wenn wir uns mit dem Leben verbünden gegen die Todesproduktion und die permanente Tötungsvorbereitung. Frei werden wir weder durch Rückzug ins Private, ins „Ohne mich“, noch durch Anpassung an die Gesellschaft, in der Generäle und Millionäre besonders hochgeachtet werden. Frei werden wir, wenn wir aktiv, bewusst und militant für den Frieden arbeiten lernen.“
Dorothee Sölle

„Ein Verständnis der Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf Frauen und Mädchen, wirksame institutionelle Vorkehrungen zur Gewährleistung ihres Schutzes und ihre volle Mitwirkung am Friedensprozess in erheblichem Maße zur Wahrung und Förderung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit beitragen können.“
Auszug der Resolution 1325 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen

Seit dem 20.01. diesen Jahres wird die Stadt Afrin in Nordsyrien seitens des türkischen Militärs und ihrer jihadistischen Verbündeten mit Bodenoffensiven angegriffen und aus der Luft bombardiert. Im Rahmen dieser völkerrechtswidrigen Angriffe sind bereits Hunderte von ZivilistInnen, vor allem Frauen und Kinder, ums Leben gekommen und verletzt worden. Bei diesem Angriff, den R.T. Erdogan „Die Olivenzweig Offensive“ nennt, führt die Türkei - wie in all ihren Angriffen gegenüber der kurdischen Bevölkerung und Andersdenkenden -psychologisch wie militärisch einen besonderen Krieg gegenüber Frauen und Mädchen. So wurde Barîn Kobanê, die in die Hände der türkischen Armee und ihrer Verbündeten fiel, von Mitgliedern jihadistischer Truppen gefoltert, ihre Brüste abgeschnitten und ihr entblößter Leichnam durch Videoaufnahmen auf sozialen Medien verbreitet. Mittlerweile hat die Türkei auch angefangen, andere Städte Nordsyriens anzugreifen. Neben ZivilistInnen werden vor allem auch kulturelle und historische Stätten bombardiert wie Kirchen, Moscheen, die heilige ezidische Stätte der Schutzpatronin „Xatuna Fexra“ oder die über 3000 Jahre alte hethitische Tempelanlage Ain Dara. Zudem werden die tausenden Olivenbäume, die ein Symbol und die Lebensgrundlage der Region sind, durch den Besatzungsversuch in der Operation Olivenzweig der türkischen Truppen in absurder Weise zerstört.

Insbesondere ezidische Dörfer, die nahe der türkischen Grenze liegen, sind von den völkerrechtswidrigen Angriffen betroffen. Die ezidische Gemeinschaft betrachtet diesen Angriff als einen weiteren Genozid, den somit 74. in ihrer Geschichte. Der 73. Genozid vom 3.8.2014 in Shengal dauert, auch laut einem UN Bericht, noch an. Dabei wurden hunderte EzidInnen hingerichtet, Tausende Frauen und Kinder verschleppt. Von vielen von ihnen fehlt bis heute jegliche Spur.

Die Bundesregierung schweigt zu den völkerrechtswidrigen Angriffen der Türkei. Der Bundesrepublik Deutschland kommt aufgrund ihrer politischen Führungsrolle in der EU und auch in der internationalen Gemeinschaft, durch ihre langjährige Partnerschaft mit der Türkei eine besondere Verantwortung zu. Dazu kommt, dass das türkische Militär diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg u.a. mit deutschen Leopard-Panzern und weiteren Waffen aus deutscher Produktion führt.

Bereits mit den Angriffen des IS in Syrien, der Zuspitzung der Menschenrechtslage nach dem Putschversuch in der Türkei und insgesamt der Kriegshandlungen im Mittleren Osten haben Millionen die Flucht ergriffen. Eine Politik zur Stabilisierung der Region, zum Schutz von Minderheiten und zur Herstellung von Lebensbedingungen, die Menschen ermöglichen in der Region leben zu bleiben, scheint in weiter Ferne zu liegen.

Um der Kriegstreiberei etwas entgegen zu setzen, haben die Menschen in Nordsyrien begonnen sich zu organisieren und ein demokratisch-konföderales Gesellschaftssystem im Mittleren Osten aufzubauen. Neben dem Kampf gegen den IS wurde gleichzeitig durch die lokalen Kräfte mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen wie christlichen, ezidischen und muslimischen Verbänden, Parteien und zahlreichen arabischen, assyrischen, armenischen, kurdischen und turkmenischen Kräften eine Stabilisierung der Region entgegen aller Kriegsfolgen erreicht. Tausende von Menschen gestalten das Leben dort mit und schaffen Bedingungen für ein lebenswertes Leben in ihrer Region, statt sich auf die gefährliche Flucht zu begeben. Innersyrische Flüchtlingscamps wie Ain Isa wurden weitgehend durch Afrin versorgt. Frauen organisieren sich in allen Bereichen autonom und sind gleichberechtigt in alle Gremien, Räten und Entscheidungsstrukturen. Alle Leitungspositionen werden immer durch das Prinzip der Doppelspitze von einem Mann und einer Frau besetzt.

Frauen haben sowohl den Kampf gegen den IS mutig angeführt, als auch in der Arbeit zur Stabilisierung der Gesellschaft eine beeindruckende Vorreiterinnenrolle gespielt. Sie haben hunderte von Ezidinnen, tausende Frauen und Kinder aus der IS-Gefangenschaft befreit oder davor bewahrt und sind zum Symbol des Widerstandes geworden. Frauen haben unter ebenso großer Einsatzbereitschaft eine äußerst mutige und nachhaltige Arbeit für den Frieden in der Gesellschaft geleistet. Sie haben Versorgungssysteme für Flüchtlinge und von Armut betroffene Familien eingerichtet, ein Bildungssystem, eine Gesundheitsversorgung und zahlreiche Frauenkooperativen aufgebaut.

All dies könnte mit dem Angriff der Türkei auf Nordsyrien wieder zerstört werden. Das Leben von Tausenden von Menschen ist in Gefahr. Es drohen ein Genozid und die Zerstörung von Lebensbedingungen, die Menschen in die Flucht zwingen werden.

In Zeiten, in denen sich Kriege mehren, müssen wir friedensbewegte Menschen aktiver denn je sein. Wir müssen unsere Werte von Gleichheit, Freiheit und Solidarität für eine Zukunft ohne Krieg und für einen nachhaltigen Frieden stärken. Wir sollten gemeinsam und frauensolidarisch die Bedeutung des Olivenzweigs, der in der Menschheitsgeschichte für Frieden steht, verteidigen.

Die Initiative von Frauen und Frauenorganisationen für Frieden in Afrin und Nordsyrien ruft gesellschaftliche und politische Kräfte und VertreterInnen in Deutschland und Europa dazu auf, sich für eine Friedenspolitik im Mittleren Osten und der Türkei einzusetzen.

Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf,

  • sich für ein sofortiges Ende der Bombardierung von Afrin einzusetzen
  • den völkerrechtswidrigen Angriff der Türkei in Nordsyrien zu verurteilen und weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Genozid insbesondere durch die Luftbombardierungen von Wohngebieten zu verhindern
  • Waffenlieferungen an die Türkei sofort zu beenden
  • die Partnerschaft mit menschenrechtsverletzenden, autokratischen Machthabern wie Erdogan zu beenden
  • durch die Anerkennung der Demokratischen Föderation Nordsyrien und Kooperationen in kulturellen, ökonomischen, humanitären, Bildungs- und weiteren Bereichen zur Stabilisierung in der Region beizutragen
  • sich dafür einzusetzen, dass Vertreterinnen der Frauen/-organisationen und Vertreter*innen aus allen gesellschaftlichen, ethnischen und religiösen Gruppen an Friedensverhandlungen für Syrien beteiligt werden – die Konfliktlösung und die Gestaltung der Zukunft muss demokratisch von unten bestimmt werden
  • einen nachhaltigen Frieden in der Region zu fördern durch die Stärkung von Fraueninitiativen im Friedensprozess und die Unterstützung der bestehenden Prozesse für Geschlechtergerechtigkeit und die Aufhebung von Geschlechterstereotypen

Ziele unserer Kampagne sind

  • das Ende der Kriegstreiberei in Syrien
  • der Aufbau einer Frauenlobby für Frieden in Afrin und Syrien
  • die Förderung der Selbstbestimmung und der Frauenbewegungen in Afrin und Syrien
  • die Thematisierung der Situation in Afrin in verschieden Gremien, Verbänden und der Öffentlichkeit
  • eine Stabilisierung der Lage vor Ort in Afrin und Syrien zu erreichen
  • Gemeinsame Positionierung zu den Themen: Waffenexporte, UN Sicherheitsrat, Militäreinsätze, Schutz von Kulturgütern, Schutz von Flüchtlingen, Recht auf Selbstbestimmung zu entwickeln.

Wir wenden uns an alle Frauen und Frauenorganisationen mit der Aufforderung,

  • am 8. März, dem Internationalen Frauentag, ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit den angegriffenen Menschen in Afrin und gegen diesen Krieg zu setzen, Motto #womenriseupforafrin
  • dokumentiert Ihre/Eure Aktionen mit Fotos und schickt sie uns mit Ort und Datum und ein paar beschreibenden Sätzen an frauenfuerafrin@mail.de
  • neue Informationen und alle Aktivitäten – auch Ihre/Eure – findet Ihr/finden Sie demnächst auf dem Kampagnen Blog http://frauenfuerafrin.blogsport.de/
  • werdet/werden Sie aktiv für die Beendigung des Krieges in Afrin/Nordsyrien und für den Erhalt und die Weiterentwicklung emanzipatorischer Frauenstrukturen in der Region Rojava und auch in anderen Regionen der Welt
  • unterstützt/unterstützen Sie die Kampagne oder werdet/werden Sie Teil dieser und überlegt/überlegen Sie mit uns zusammen, wie wir weiter aktiv sein können

Spenden Sie unter:

Kurdistan Hilfe e.V.
Stichwort: Frauen für Afrin
IBAN: DE40 2005 0550 1049 2227 04
BIC: HASPDEHHXXX

Die Kurdistan Hilfe ist gemeinnützig und gibt Spendengelder mit Verwendungszweck zu 100% weiter.

tretet in Kontakt miteinander und mit uns: frauenfuerafrin@mail.de

Initiatorinnen

Frauen für Frieden e.V. Hessen
„Frauen für Frieden e.V. Hessen“ ist ein Zusammenschluss von Frauen, die als gestaltende Kraft bei der Entwicklung friedlicher und gleichberechtigter Beziehungen zwischen Menschen und zwischen Nationen wirken wollen. Wir waren u.a. Mitorganisatorinnen der international besetzten ezidischen Frauenkonferenz im März 2017 in Bielefeld.

Marche Mondiale des Femmes in Deutschland (MMF)
Marche mondiale des femmes (MMF) ist eine internationale feministische Aktionsbewegung. MMF vereint weltweit Basisgruppen und –organisationen, die die Ursachen von Armut und Gewalt gegen Frauen bekämpfen. Seit 2010 gibt es auch eine Koordinationsgruppe in Deutschland. Weltweit setzen Frauen sich entschieden zur Wehr; Frauen in Bewegung bis wir alle frei sind.
www.marchemondiale.de

Dachverband des Êzidischen Frauenrats e.V. (SMJÊ)
Der Dachverband des Ezidischen Frauenrates hat sich nach den letzten Angriffen in Sinjar (kurdisch: Shengal) gegründet. Er ist der größte Verband in Deutschland, in dem ezidische Frauen im Exil aus Shengal, dem Irak, Syrien und der Türkei ihre politische Vertretung finden. Neben einer politischen Lobbyarbeit zur Selbstbestimmung der ezidischen Frauen und zum Schutz von Shengal, organisiert der Verband auch Projekte zur Unterstützung traumatisierter Ezidinnen in Deutschland z.B. in Kooperation mit Medica Mondiale.

WJAR - Stiftung der freien Frau in Rojava
Die Stiftung ist eine Organisation, die von arabischen und kurdischen Frauen in Nordsyrien nach dem Arabischen Frühling und der Revolution in Nordsyrien gegründet wurde. Sie führt zahlreiche Projekte zur Stärkung von Frauen in der Gesellschaft, zur Förderung der Emanzipation der Gesellschaft und für eine Stärkung dieser für ein friedliches Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen durch. Praktisch baut sie Frauengesundheitszentren, Kindergärten, Frauenkooperativen, Frauenparks und sogar ein Frauendorf in Nordsyrien auf. Bisher wurde sie gefördert von der KFD Bistum Trier, Feminist Trust (London), Medico International Schweiz, Euronews Hopefund, Stiftung Umverteilen!, Kurdistan Hilfe e.V.. LAGG Stiftung e.V. und zahlreichen EinzelspenderInnen. In Deutschland wird sie vertreten durch eine Initiative zur Unterstützung der Arbeiten von WJAR.

Kurdisches Frauenbüro für Frieden Ceni e.V.
Das kurdische Frauenbüro für Frieden fördert als Frauenorganisation seit über 10 Jahren einen Austausch zur Völkerverständigung und eine Friedenspolitik für die kurdischen Gebiete in den Staaten Türkei, Irak, Iran und Syrien. Es veröffentlicht Informationen über die Frauenbewegung und ihre Entwicklung in den kurdischen Regionen und organisiert regelmäßig Konferenzen zum Austausch und zur Vernetzung von Frauen in Europa.

Unterstützerinnen

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) Bistum Trier
Bethnarin Frauen Union (BFU)
Feministische Partei Die FRAUEN
Landesarbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe Rheinland-Pfalz
„Frauenbündnis Rheinland-Pfalz“
Redaktion des Internet-Forums www.bzw-weiterdenken.de
LISA, Frauenorganisation der Partei DIE LINKE, Hessen
Andrea Ypsilanti, Sprecherin des Instituts Solidarische Moderne (ISM)
Prof. Dr. Dr. h.c. Frigga Haug, Institut für kritische Theorie (InkriT)
Dr. Mechthild Exo, Lehrkraft für Transkulturalität und internationale Entwicklungen, Hochschule Emden/Leer, Frauensprecherin der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK)