Kooperation mit der Feuerwehr unserer Partnerstadt Granada zu Ende?

erstellt von Städtefreundschaft Frankfurt-Granada — zuletzt geändert: 2018-04-12T09:25:41+01:00
Die Amtsleitung der Frankfurter Feuerwehr, hat am 23.3. die langjährige Zusammenarbeit mit der Feuerwehr in Granada aufgekündigt.

Am 23.4. tagt um 18.00 Uhr der Ausschuss Recht und Sicherheit im Römer. Die Städtefreundschaft Frankfurt-Granada, Nicaragua wird versuchen, diesen Punkt auf die Tagesordnung setzen zu lassen und zu der Sitzung zu mobilisieren.

Näheres im Offenen Brief an die Mitglieder des Ausschusses:

 

Büro der Stadtverordnetenversammlung
Mitglieder des Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Bethmannstraße, 60311 Frankfurt am Main Frankfurt

1. April 2018

Städtefreundschaft Frankfurt-Granada, Nicaragua – Kooperation mit der Feuerwehr unserer Partnerstadt Granada

Sehr geehrte Damen und Herren des Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit,

seit vielen Jahren gibt es entwicklungspolitische Zusammenarbeit der Stadt Frankfurt im Rahmen der Städtepartnerschaft Frankfurt-Granada, Nicaragua. Eine dieser Kooperationen ist die Ausbildung und technische Unterstützung der Feuerwehr Granadas durch die Frankfurter Berufsfeuerwehr. So übergab Oberbürgermeister Peter Feldmann am 28. Januar 2015 einen Rettungswagen und ein Löschfahrzeug. Am 1. Mai 2017 wurde in der Feuerwache 3 in Nied von Mitgliedern unseres Vereins, tatkräftig unterstützt von mehreren Angehörigen der Berufsfeuerwehr ein Container mit Hilfsmaterialien beladen. Darunter befand sich verschiedenes technisches Gerät für die granadinische Wehr. Im Laufe der Jahre gab es ab 2003 acht Ausbildungsprogramme für die freiwillige Feuerwehr Granadas durch Ausbilder aus Frankfurt. Besonders hervorzuheben sind die letzten drei im Rahmen eines mit Bundesmitteln finanzierten NAKOPA-Projektes (Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte). Das Projekt lief von 2011 bis 2015 und wurde als beispielhaft beurteilt. 2017 wollte das Referat für Internationale Angelegenheiten beim Amt für Kommunikation und Stadtmarketing in Kooperation mit unserem Verein dieses sehr erfolgreiche Projekt fortsetzen und beantragte deshalb erneut Bundesmittel, die auch von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) aus Mitteln des BMZ bewilligt wurden. Aber die Leitung der Frankfurter Branddirektion lehnte die Auslandsdienstreise der beiden Feuerwehrleute ab, die die Einweisung in die aus Frankfurt gelieferten Atemschutzgeräte in Granada vornehmen sollten. Begründet wurde die Ablehnung wegen der sehr zahlreichen Überstunden, die bei der Frankfurter Feuerwehr angefallen waren. Die bereits bewilligten Bundesmittel verfielen und das Projekt konnte nicht durchgeführt werden.

Inzwischen wurde ein älterer, auszumusternder Ford Transit für die Feuerwehr Granadas ins Auge gefasst. In diesem Zusammenhang hatte unser langjähriger Ansprechpartner bei der Feuerwehr, der Bereichsleiter Herr Norbert Schmitt mit dem Abteilungsleiter Logistik, Herrn Benedikt Spiller gesprochen, der das Fahrzeug für diesen Zweck in Aussicht stellte. Am 14. März schrieben wir in dieser Angelegenheit an den Direktionsbereichsleiter Infrastruktur Herrn Thomas Jackel. Da wir keine Antwort erhielten, riefen wir Herrn Schmitt an, der uns am 27. März telefonisch mitteilte, dass er die Auskunft der Amtsleitung erhalten hätte, dass „die technische Kooperation zwischen Frankfurt und Granada ausgelaufen“ sei und „eine Verlängerung derzeit nicht...“ anstehe, weshalb das Fahrzeug über die VEBEG zu veräußern sei.

Uns stellt sich die Frage, wer die Entscheidung über das Ende der technischen Zusammenarbeit auf welcher Grundlage getroffen hat. Dies ist ja wohl nicht im Sinne der Stadtverordnetenversammlung, die 1989 die Städtepartnerschaft mit Granada beschlossen hatte, des OB-Büros und des Magistrats und mehrerer Dezernate, die über 27 Jahre zusammen mit unserem Verein stets die Kommunale Entwicklungszusammenarbeit unterstützt haben.

Als Mitglied des „Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit“ bitten wir Sie, sich dafür einzusetzen, dass die Behinderung der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit durch die Leitung der Frankfurter Feuerwehr beendet und die erfolgreiche, langjährige technische und personelle Kooperation mit der Feuerwehr unserer Partnerstadt in Granada wieder aufgenommen wird. Ferner bitten wir Sie, diese Kooperation als Tagesordnungspunkt auf die Sitzung des Ausschusses am 23. April 2018 zu setzen. Für weitere Informationen stehen wir gern zur Verfügung. Details finden Sie auch auf unserer Homepage unter dem Button Feuerwehr.

Mit freundlichen Grüßen

(Reinhold Dallendörfer, Mitglied des Vorstands)