Michel-Vanderborght-Preis für den Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945

erstellt von Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 — zuletzt geändert: 2016-11-22T17:48:07+01:00
Ein Preis für langjähriges Engagement

Der Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 hat für seine Arbeit den Michel-Vanderborght-Preis bekommen. Die Auszeichnung wurde ihm am vergangenen Freitag von der Fédération Internationale des Résistants (FIR) in Prag überreicht. Benannt ist der Preis nach Michel Vanderborght (1925-2010), einem belgischen Partisan und langjährigem Präsidenten der FIR. Die Auszeichnung ehrt Menschen und Initiativen, die sich dafür einsetzen, das politische Vermächtnis des antifaschistischen Widerstands zu bewahren.

Der Studienkreis ist seit knapp 50 Jahren unter dem Motto „Forschen. Erinnern. Vermitteln“ tätig. Ihm geht es dabei insbesondere den Widerstand in seiner sozialen und politischen Breite zu erforschen und zu vermitteln sowie verdrängte und vergessene Aspekte der NS-Geschichte in die Öffentlichkeit zu bringen. Mit seinen Publikationen, Ausstellungen und anderen Aktivitäten habe der Studienkreis dabei vorbildliche Arbeit geleistet, betonte die FIR in ihrer Laudatio. Dabei wurde auch die vom Studienkreis entwickelte Internetseite www.gedenkorte-europa.eu, auf der aktuell knapp 2.000 Gedenkorte in Frankreich, Griechenland und Italien verzeichnet sind, hervorgehoben. Der Studienkreis ist damit der zweite deutsche Preisträger dieses internationalen Preises.

Mit dem Studienkreis wurden in Prag ausgezeichnet:

• die Widerstandskämpfer Max van den Bergh (Niederlande), Giorgio Moraitis (Griechenland) und posthum der Veteran der Roten Armee Alexey Petrowitsch Maresjew (Russland)

• Marco De Paolis, Militär-Staatsanwalt, der in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche Gerichtsverfahren gegen NS-Kriegsverbrecher in Italien durchführte, sowie Vaclav Pavlicek, ehemaliger Richter am tschechoslowakischen Verfassungsgericht.

• Jean Cardoen (Belgien) für seine Initiative “Zug der Tausend” in die Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora (2008) sowie Auschwitz (2015)

• Zvi Kan-Tor, Direktor der israelischen Gedenkstätte Latrum (Israel)

• die ungarischen Journalisten András Arató und Péter Németh

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit auch internationale Würdigung erfährt“, so Thomas Altmeyer, wissenschaftlicher Leiter des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945. „Die Verleihung des Michel-Vanderborght-Preis sehen wir als Bestätigung unserer langjährigen Arbeit, als Anerkennung des vielfältigen ehrenamtlichen Engagements in unserer Einrichtung sowie als Ansporn für die Zukunft, nicht zuletzt auch für das umfangreiche Veranstaltungsprogramm, mit dem wir im kommenden Jahr unser 50. Jubiläum feiern wollen.“

 

Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945

Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933-1945 e.V. / Dokumentationsarchiv des deutschen Widerstandes

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Pressemitteilung, Frankfurt, den 22.11.2016