#Rise for Climate – Weltweiter Aktionstag

erstellt von Umweltschützer — zuletzt geändert: 2018-09-07T11:02:36+02:00
Samstag 8.9.2018, 11–15 Uhr, Liebfrauenberg: Aktionssstand Frankfurter UmweltschützerInnen zum Klimawandel in Frankfurt und Demonstration des Frankfurter Bündnisses fürs Klima „Frankfurt demonstriert für den Kohleausstieg“ am 8. 9. um 11 Uhr, Alte Oper

Im Rahmen des weltweiten Aktionstages Rise for Climate suchen Frankfurter UmweltschützerInnen am Samstag, den 8. September auf dem Liebfrauenberg des Gespräch mit Passanten. Dabei wollen sie wissen:

• Was beunruhigt jeden einzelnen an der Klimakrise?

• Was können wir gegen den Klimawandel tun?

Von der Wasserknappheit, über Missernten bis zu den immer noch mit Kohlestrom fahrenden öffentlichen Verkehrsmitteln – an Hand verschiedener Themen verdeutlichen die AktivistInnen auf dem Liebfrauenberg, wie die Klimaerwärmung Frankfurt schon jetzt schadet und in welchen Bereichen dringend Handlungsbedarf besteht.

Jeder Bürger ist eingeladen seine Sorgen und Wünsche auf Postkarten zum Ausdruck bringen. Diese werden gut sichtbar an Leinen angebracht und anschließend nach Themen gebündelt an Entscheidungsträger in der Frankfurter Stadtpolitik übergeben. Fotogener Ehrengast am Stand: Ein lebensgroßer Eisbär auf der Suche nach einer neuen Heimat.

Darum fordern wir einen schnellen Kohleausstieg der Stadt Frankfurt: Hitze, Dürre, Gletscherschmelze: Der Sommer 2018 reiht sich ein in die Rekorde des 21. Jahrhunderts. Zehn der fünfzehn wärmsten Jahre in Deutschland wurden seit dem Jahr 2000 gemessen. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es im Zeitraum April bis Juli nie heißer. Zudem leidet Deutschland unter extremer Trockenheit. Noch nie ist während des Frühlings und des Sommers so wenig Niederschlag gefallen. Die Folge sind Ernteausfälle, Waldbrände, Fischsterben und Gletscherschmelze. Die Durchschnittstemperatur in Deutschland liegt derzeit bereits bei 1,4 Grad über dem vorindustriellen Niveau.

Es passiert also genau das, was die Klimamodelle vorhersagen. Wir sind mitten in der Klimakrise. Und sie wird sich weiter verschärfen. Die Geschwindigkeit des Klimawandels steht dabei im krassen Gegensatz zum Kriechtempo der Klimapolitik. In Deutschland müssen dringend die ersten, besonders schädlichen Braunkohlekraftwerke abgeschaltet werden. Durch das Abschalten von Braunkohlekraftwerken könnten schon kurzfristig beträchtliche CO2-Einsparungen erzielt werden, ohne die Energieversorgung in Deutschland zu beeinträchtigen. Im Jahr 2030 muss das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen.

Daher fordern Frankfurter UmweltschützerInnen: Kohleausstieg jetzt starten! Wir müssen so schnell wie möglich die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas beenden. Ansonsten werden verdorrte Äcker, brennende Wälder, austrocknende Flüsse und schmelzende Gletscher zur Normalität. Die Stadtregierung muss jetzt handeln und den Klimaschutz entschieden anpacken.

Wichtiger Terminhinweis: Unsere Partnerveranstaltung zum Aktionstag Rise for Climate, der Demonstrationszug des Frankfurter Bündnisses fürs Klima „Frankfurt demonstriert für den Kohleausstieg“ am 8. September, Beginn um 11 Uhr an der Alten Oper Frankfurt mit Redebeiträgen, Musikbeiträgen und Kostümierung.

Umweltschützer, Pressemitteilung, 6.9.2018