Stadtregierung setzt auf Perspektivlosigkeit

erstellt von Fraktion DIE LINKE. im Römer — zuletzt geändert: 2017-03-02T12:53:42+01:00
Seit acht Tagen sind die ehemaligen Bewohner*innen der Industriebrache in der Gutleutstraße in einer Notunterkunft untergebracht.

Zuvor wurden sie ohne Vorwarnung vom Ordnungsamt der Stadt geräumt.

Eyup Yilmaz, wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer, kann die Notunterkunft als Lösung nicht akzeptieren: „Die jetzige Unterbringung ist menschenunwürdig und die Stadtregierung weicht unseren Forderungen aus. Die Menschen zurück zu schicken an Orte, an denen sie schon lange nicht mehr zuhause sind und wo Diskriminierung und Elend sie erwarten oder sie hier in Frankfurt der Straßenobdachlosigkeit zu überlassen, sind keine Lösungen! Wir fordern weiterhin eine menschenwürdige Unterbringung.“

Nach der Räumung hatten sowohl der Hessische Landesverband der Deutschen Sinti und Roma als auch der Förderverein Roma e. V. an die Stadt appelliert, die Unterbringung zu verbessern. Der Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) hat die Organisation eines Runden Tisches angekündigt, zu dem allerdings noch nichts Näheres bekannt ist. Stattdessen sollen die Bewohner*innen ab Donnerstag auch die Notunterkunft wieder verlassen müssen. Yilmaz erklärt diese Aussicht für unhaltbar: „Die Koalition setzt die Menschen auf die Straße und lässt sie schutzlos zurück. Damit hat die Koalition auf ganzer Linie versagt! Die Menschen, die in dieser Stadt leben oder hier leben wollen, sind die Verlierer*innen dieser Politik der Notlösungen.“

Fraktion DIE LINKE. im Römer, PM 1.3.2017

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