Stadtteilinitiative Koblenzer Straße – SIKS – erhalten!

erstellt von DIE LINKE. im Römer — zuletzt geändert: 2017-07-24T10:41:57+02:00
Am 27. Mai 2017 wurde bekannt, dass die Räume der Stadtteilinitiative Koblenzer Straße im Gallus gekündigt sind.

Eyup Yilmaz, planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer und Mitglied im Ortsbeirat 1, also unter anderem für das Gallus zuständig, meint: „Die Räume in der Koblenzer Straße sind ein zentraler Treffpunkt für die Bewohner*innen im Gallus. Durch die Kündigung droht der Verlust eines Ortes für nicht profit-orientiertes, selbstorganisiertes Zusammenleben. Seit Jahren kommen in den Räumen der SIKS Menschen zusammen und tauschen sich über Themen aus, die ihnen wichtig sind."

Seit mehr als zehn Jahren veranstaltet die SIKS ein Sommerfest; in der Koblenzer Straße werden regelmäßig Barabende, Filmabende, Ausstellungen und Konzerte organisiert.  Außerdem stehen die Türen der Initiative offen für Gruppen, die sich treffen wollen und es werden Sprechstunden, Hausaufgabenhilfe und ein ‚Repaircafé' angeboten, also ein Treffpunkt für Menschen, die etwas Kaputtes selbstständig reparieren wollen. Dabei finanziert sich die Stadtteilinitiative selbst, ohne dass die Stadt sie bezuschusst – das schafft sonst kaum eine Initiative in Frankfurt.

Yilmaz betont die Offenheit der Räume für alle: „Nachbar*innen und Anwohner*innen wissen, dass sie hier auf offene Ohren treffen, wenn sie ein Problem haben. Wenn die SIKS wirklich zum Ende des Jahres die Räume verlassen muss, würde das eine große Lücke hinterlassen. Die Stadtregierung darf nicht tatenlos zusehen, wie Treffpunkte für Bürger*innen wie dieser verschwinden!"

Yilmaz findet, die Stadtregierung habe im Gallus Vieles versäumt: „Die Entwicklung ist für Frankfurt typisch: Noch im Mai feiern Planungsdezernent Josef und Oberbürgermeister Feldmann die Aufwertung des Gallus und verschließen dabei die Augen vor den Auswirkungen für die Bewohner*innen des Viertels: Im Gallus zu wohnen, wird immer teurer und es gibt immer weniger selbstverwaltete Räume. Das Miteinander wird zerstört und engagierte Menschen, die sich im Viertel einsetzen, werden verdrängt."

Am 19. August veranstaltet die SIKS wieder das Straßenfest auf der Koblenzer Straße – „und wir werden dabei sein und uns für den Erhalt der Räume einsetzen!", verkündet Yilmaz abschließend.