Werksschließungen stoppen! Solidarität mit den Beschäftigten von Siemens

erstellt von DIE LINKE. Hessen — zuletzt geändert: 2017-11-21T11:12:28+01:00
Siemens hat drastische Einschnitte angekündigt und will fast 7000 Arbeitsplätze weltweit streichen, davon 3.500 allein in Deutschland. Unter anderem soll auch das Werk in Offenbach am Main geschlossen werden.

800 Beschäftigten droht dort die Kündigung. Dazu erklären Heidemarie Scheuch-Paschkewitz und Jan Schalauske, Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Hessen:

„Es ist richtig und wichtig, dass die Beschäftigten zusammen mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG-Metall sofort auf die Straße gegangen sind und klar sagen, dass sie für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen werden.

Die Stellenstreichungen sind ein Skandal und in keiner Weise gerechtfertigt. Die Ankündigung des Siemensvorstandes ist Ausdruck der sozialen Kälte und gesellschaftlichen Verantwortungslosigkeit, mit der sich rein an Profitmaximierung orientiert wird. Dem geplanten Stellenabbau bei Siemens steht ein Milliardenplus des Konzerns im Jahr 2016 gegenüber. Das hat mit unternehmerischer Verantwortung nichts zu tun und zeigt, die einseitige Orientierung auf die Kapitalinteressen, zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die den Profit erwirtschaften. Es ist nicht hinnehmbar, dass Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlieren, nur damit die Konzernleitung eine noch höhere Kapitalrendite erzielen kann.

Die Beschäftigten bei Siemens haben die volle Solidarität der hessischen LINKEN. Wir werden es nicht widerspruchslos hinnehmen, dass ihnen die Existenzgrundlage entzogen wird. Einmal mehr zeigt sich, wie schnell Arbeitsplätze auf der Jagd nach Rendite für die Aktionäre geopfert werden. DIE LINKE fordert deshalb ein gesetzliches Verbot von Massenentlassungen bei profitablen Unternehmen. Außerdem müssen Stadt, Land und Bund ihrer Verantwortung gerecht werden und für den Erhalt der Arbeitsplätze in Offenbach und allen weiteren Standorten kämpfen.“

DIE LINKE. Hessen, Pressedienst, Frankfurt am Main, 20. November 2017