14. – 20.12.: Neue Filme zum Iran

erstellt von Filmforum Höchst — zuletzt geändert: 2017-12-05T17:44:37+01:00
Der Iran steht im Mittelpunkt der dritten Dezemberwoche im Filmforum Höchst. Zu sehen ist u.a. ein Dokumentarfilm über den mit einer doppelten Fatwa belegten Musiker Shahin Najafi, der seit 2005 im deutschen Exil lebt, "Teheran Tabu", und für alle, die ihn damals verpasst haben, noch einmal "The Green Wave".
  • 14. – 20.12.: Neue Filme zum Iran
  • 2017-12-14T18:30:00+01:00
  • 2017-12-20T20:30:00+01:00
  • Der Iran steht im Mittelpunkt der dritten Dezemberwoche im Filmforum Höchst. Zu sehen ist u.a. ein Dokumentarfilm über den mit einer doppelten Fatwa belegten Musiker Shahin Najafi, der seit 2005 im deutschen Exil lebt, "Teheran Tabu", und für alle, die ihn damals verpasst haben, noch einmal "The Green Wave".
  • Wann 14.12.2017 um 18:30 bis 20.12.2017 um 20:30 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal
  • Do 14, So 17, Mi 20 um 18.30 Uhr
    Fr 15, Mo 18, Di 19 um 20.30 Uhr

Teheran Tabu
Ali Soozandeh, D/Österreich 2017, 93 min. (farsi OmU).
Im ersten Langfilm von Ali Soozandeh, geht es um drei selbstbewusste Frauen und einen jungen Musiker, deren Lebenswege sich in der schizophrenen Welt der iranischen Hauptstadt Teheran kreuzen. Sex, Korruption, Drogen und Prostitution gehen in dieser brodelnden Metropole einher mit strengen religiösen Gesetzen. Das Umgehen von Verboten wird zum Alltagssport und der Tabubruch zur individuellen Selbstverwirklichung. TEHRAN TABU ist mit realen Schauspielern vor Greenscreen gedreht und anschließend als Comic nachbearbeitet worden. Zudem zu sehen sein Kurzfilm Contrast aus dem Jahre 2002.

  • Do 14, So 17 um 20.30 Uhr
    Di 19 um 18.30 Uhr

Wenn Gott schläft
Till Schauder, D 2019, 89 min. (zumeist deutsche, farsi und englische OmU).
Im Jahr 2012 veröffentlichte der iranische Sänger Shahin Najafi einen satirischen Rap, der dazu führte, dass Tausende seine Hinrichtung forderten. In dem Song soll er einen der zwölf Imame verungmimpft haben, die von den Schiiten verehrt werden. Radikale Geistliche erließen eine Todes-Fatwa gegen ihn und setzten ein Kopfgeld von $100,000 auf ihn aus. Der Fall sorgte für Aufsehen, die nationale und internationale Presse berichtete. Seit seiner Flucht lebt Shahin in Deutschland im Exil. Jedes Mal wenn er die Bühne betritt, steht sein Leben auf dem Spiel. Premiere beim Tribeca Filmfestival.

  • Mo 18 um 18.30 Uhr
    Mi 20 um 20.30 Uhr

The Green Wave – Die grüne Welle
Ali Samadi Ahadi, D 2010, 80 min. (farsi, deutsch, englische OmU).
Der deutsch-iranische Regisseur Ali Samadi Ahadi widmet seinen Dokumentarfilm der Oppositionsbewegung im Iran, die 2009 bei ihren Protesten gegen Ahmadinedschad brutal niedergeschlagen wurde. Er fasst die Ereignisse um die Präsidentschaftswahl chronologisch zusammen und stützt sich dabei auf die verschiedensten Quellen und künstlerischen Mittel. Entstanden ist eine eindrucksvolle Collage aus Interviews (so mit der Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi), privaten Handy-Aufnahmen von Demonstrationen, Blogeinträgen, Twitter-Botschaften und Facebook-Nachrichten, die durch einen Kommentar und animierten Zeichentrickpassagen ergänzt werden.

Eintritt 7 €. Flüchtlinge sind herzlich willkommen. Mit Frankfurt Pass kostet der Eintritt nur 3,50 €. Begleitpersonen von Flüchtlingsgruppen haben freien Eintritt.