Abschiebung von Rom*nja

erstellt von „Faites votre jeu!“ — zuletzt geändert: 2017-07-26T12:01:57+02:00
Zwei Ausstellungen vom 2. August bis 9. September „Zur Situation abgeschobener Rom*nja in Westbalkanstaaten“ & „Inside Abschiebelager“. Öffnungszeiten: beim Klapperfest-Sommerfest am Samstag, 5.8., von 15 bis 21 Uhr und samstags, jeweils von 15 bis 18 Uhr.
  • Abschiebung von Rom*nja
  • 2017-08-19T15:00:00+02:00
  • 2017-08-19T18:00:00+02:00
  • Zwei Ausstellungen vom 2. August bis 9. September „Zur Situation abgeschobener Rom*nja in Westbalkanstaaten“ & „Inside Abschiebelager“. Öffnungszeiten: beim Klapperfest-Sommerfest am Samstag, 5.8., von 15 bis 21 Uhr und samstags, jeweils von 15 bis 18 Uhr.

DIE AUSSTELLUNGEN

Zur Situation abgeschobener Rom*nja in Westbalkanstaaten

Im Zuge diverser Asylrechtsverschärfungen in Deutschland in den letzten Jahren wurden die Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien zu „sicheren Herkunftsländern“ erklärt. Damit werden die Diskriminierung und Ausgrenzung, die für Rom*nja in Südosteuropa immer noch alltäglich sind, ausgeblendet – Asylgesuche werden in der Regel in Schnellverfahren als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt.

Was eine Abschiebung für die Betroffenen bedeutet, bleibt für die hiesige Öffentlichkeit in der Regel unsichtbar.

Die Initiative „alle bleiben!“ und das Roma Antidiscrimination Network (RAN) haben eine Ausstellung zusammengestellt, die anhand von Fotos, Interviewpassagen und Filmmaterial die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Rom*nja in den vermeintlich sicheren Westbalkanstaaten dokumentiert.

„Inside Abschiebelager“

In Bayern wurden im Jahr 2015 mehrere sogenannte „Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen“ in Betrieb genommen – weitgehend fernab der öffentlichen Wahrnehmung.

Die Ausstellung „Inside Abschiebelager“ des Bayerischen Flüchtlingsrats vermittelt einen Eindruck von der Situation in diesen de-facto-Abschiebelagern, in denen vor allem Asylsuchende mit „schlechter Bleibeperspektive“ (darunter viele Menschen aus den Westbalkanstaaten) bis zu ihrer Abschiebung oder „freiwilligen“ Ausreise leben müssen.

Neben Fotos und Filmaufnahmen, die Geflüchtete innerhalb der Lager gemacht haben, dokumentieren Statements und Infotafeln die dortigen Zustände.

Öffnungszeiten der Ausstellungen: beim Klapperfest-Sommerfest am Samstag, 5.8., von 15 bis 21 Uhr und an den Samstagen 12.8., 19.8., 26.8., 2.9. und 9.9., jeweils von 15 bis 18 Uhr sowie nach Möglichkeit auf Anfrage (auch für Gruppen/Schulklassen).
Parallel zu den Gastausstellungen können auch die Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds mit Fokus auf der Zeit der Nationalsozialismus sowie die Dauerausstellung »RAUS VON HIER. Inschriften von Gefangenen in Abschiebehaft und Polizeigewahrsam im Klapperfeld 1955–2002« besucht werden.

DIE VERANSTALTUNGEN

Mittwoch, 2.8. 19 Uhr:
Eröffnung der Ausstellungen

Samstag, 5.8. 16:30 Uhr:
Filmvorführung und Gespräch „Trapped by Law“

Mittwoch, 6.9. 19 Uhr:
Mobilisierungsevent „Welcome United“

Der Eintritt zu den Ausstellungen und zu den Begleitveranstaltungen ist frei, Spenden sind willkommen.

Der Ausstellungsort ist leider nicht barrierefrei – bei Unterstützungsbedarf bitte vorab melden. Kontakt: info@klapperfeld.de