Authentischer und lebendiger?

erstellt von Fritz Bauer Institut — zuletzt geändert: 2017-09-06T11:38:47+02:00
Zeitgenössische Aufzeichnungen aus dem »Dritten Reich« – Grenzen und Potenziale. Vortrag von Dr. Markus Roth, Gießen.
  • Wann 13.09.2017 ab 16:30 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Tagungshaus der Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9
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Tagebücher, Selbstzeugnisse und zeitgenössische Aufzeichnungen von Verfolgten, Zuschauern und NS-Tätern haben in den letzten Jahren auf dem Buchmarkt und in der Forschung einen Boom erlebt. Nachdem die Fachwissenschaft sie lange als besonders kritisch zu bewertende Quellen angesehen hat, verspricht man sich heute in der Darstellung des NS-Regimes viel von ihnen. Mit ihrer Hilfe könne man, so die verbreitete Meinung und Hoffnung, näher an das historische Geschehen heranrücken. Der Blick des Zeitgenossen sei authentischer und frischer als der des Zeitzeugen.

Markus Roth, der selbst solche Texte ediert hat, geht in seinem Vortrag dem Potenzial und den Grenzen dieser Quellengattung anhand unterschiedlicher Beispiele nach.

Markus Roth ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle für Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Veranstalter: Fritz Bauer Institut