Die mit dem Schwarzen Winkel - die vergessenen Verfolgten des NS-Regimes

erstellt von redaktion — zuletzt geändert: 2017-10-14T10:10:51+01:00
Informations- und Diskussionsveranstaltung. Manuela Holz der Landesarbeitsgemeinschaft Hartz IV Rheinland Pfalz wird einen spannenden Vortrag zum Thema Schwarzer Winkel / "Stigma Asozial" Damals und Heute halten.
  • Wann 26.10.2017 ab 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Stadtteilbüro Bockenheim, Leipziger Straße 91
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

In Deutschland sind die ehemaligen Häftlinge mit dem schwarzen und dem grünen Winkel bis heute nicht als Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes anerkannt, da sie nicht aus politischen, rassischen, weltanschaulichen oder religiösen Gründen verfolgt worden seien.

Bis heute ist Nicht-Erwerbstätigkeit das Ausgrenzungskriterium, Arbeitslosigkeit wird im Alltagsleben bewusst oder unbewusst - in öffentlichen Debatten aber durchaus auch explizit - mit „Schmarotzertum“ und „Faulheit“ verbunden. Immer noch dienen das Stigma „Asozialität“ und die heute damit verbundenen Begrifflichkeiten dazu, dem Einzelnen die Schuld für seine soziale Lage in die Schuhe zu schieben und zugleich ganze Bevölkerungsgruppen auszugrenzen. Nach wie vor werden von Armut Betroffene bekämpft und nicht die Ursachen von Armut, und dafür sind Stigmata wie das des „Sozialschmarotzers“, der „Asozialen“ oder des „Arbeitsscheuen“ - nach wie vor - machtvolle Instrumente.

Das Thema Schwarzer Winkel - Asozial und Arbeitsscheu - wirkt bis in die heutige Zeit , das Stigma der NS-Zeit hat nicht nur in die Gesellschaft, sondern auch im politischen Sprachgebrauch bis hin zu den sogenannten Hartz IV Gesetzen, Stichwort "sozialwidriges Verhalten", Einzug gehalten.
Um so wichtiger ist es, dass diese "vergessenen Verfolgten des NS-Regimes, wieder Gehör finden.