EPA & Co. EU-Handelspolitik als Fluchtursache in Afrika

erstellt von attac Frankfurt — zuletzt geändert: 2018-05-15T20:45:09+02:00
• Ein kurzer Film zum Thema • Ein Vortrag von Mark Lawrence, Attac Stuttgart • Anschließend Diskussion. In den letzten Jahren versuchen immer mehr Menschen aus Afrika nach Europa zu flüchten. Eine wesentliche Ursache liegt in der Handelspolitik der EU, die den Menschen dort zunehmend ihre Lebensgrundlage raubt und den afrikanischen Staaten ihre künftigen Entwicklungsmöglichkeiten nimmt.
  • EPA & Co. EU-Handelspolitik als Fluchtursache in Afrika
  • 2018-05-16T19:30:00+02:00
  • 2018-05-16T23:59:59+02:00
  • • Ein kurzer Film zum Thema • Ein Vortrag von Mark Lawrence, Attac Stuttgart • Anschließend Diskussion. In den letzten Jahren versuchen immer mehr Menschen aus Afrika nach Europa zu flüchten. Eine wesentliche Ursache liegt in der Handelspolitik der EU, die den Menschen dort zunehmend ihre Lebensgrundlage raubt und den afrikanischen Staaten ihre künftigen Entwicklungsmöglichkeiten nimmt.
  • Wann 16.05.2018 ab 19:30 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Saalbau Bockenheim, Schwälmer Straße 28
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Zudem ist in den letzten Jahren eine Militarisierung der EU-Handels- und Entwicklungspolitik in Afrika zu beobachten.

Unter anderm wollen wir folgende Aspekte näher beleuchten:

• EU-Agrarexport als kleinbäuerliche Existenzvernichtung
Der Export hochsubventionierter EU-Agrarprodukte wie Milch, Fleisch und Gemüsebedeutet Existenzvernichtung für viele Kleinbauern in Afrika – einem Kontinent, indem noch 70% der Menschen von der Landwirtschaft leben. Das sind die „Massenvernichtungswaffen Europas“ sagte dazu eine Malische Politikerin.

• EPAs –Afrika wird ausgepresst und seiner Zukunft beraubt
Seit 2003 werden die Staaten Afrikas von der EU erpresst, sog. EPAs, „Economic Partnership Agreements“, also Freihandelsabkommen, abzuschließen. Diese zwingensie dazu, ihre Märkte weitgehend für EU-Waren zu öffnen; bestehende oder neueheimische Unternehmen haben keine Chance mehr. Zudem wird den Ländern verboten, Exportzölle auf ihre Rohstoffe zu erheben. Somit wird ihnen der Weg zu einereigenen Entwicklung verbaut: die EU-Politik wird sie arm halten.

• Konzerne auf Renditensuche
Seit kurzem lenkt die EU über die Initiativen „Marshallplan“ und „Compact withAfrica“ Entwicklungsgelder – als „Investitions-hilfe“! – direkt an europäische Konzerne. Deren Geschäftsmodelle basieren jedoch auf Eigeninteresse: viele Fälle sindbekannt, in denen eine neue „Leibeigenschaft“ der Kleinbauern entsteht, die kaumetwas verdienen und zudem noch gezwungen werden, Saatgut und Pestizide vonden Großunternehmen zu kaufen.

• Waffenlieferungen und „Militärische Ertüchtigung“ als Investitionsschutz
Anstatt die Fluchtursachen in ihrer eigenen Handelspolitik zu bekämpfen, betreibtdie EU jetzt in Nordafrika brutale Bekämpfung der Flüchtenden, indem sie auchübelste Diktatoren mit Waffen und Ausbildung versorgt – die Bundeswehr ist jetztan mindestens neun Militäreinsätzen in Afrika beteiligt. Aber auch beide oben gen.Initiativen verlangen eine afrikanische Mitfinanzierung und -wirkung an deutschenund EU-Militäreinsätzen – zur „Absicherung“ der getätigten EU-Investitionen.