Film: Shoah

erstellt von Filmforum Höchst — zuletzt geändert: 2018-10-21T09:32:43+01:00
– in Erinnerung an den 9. November 1938 – von Claude Lanzmann (FR 1974-1985, OmU). Teil 1 am 11.11. (ca. 300 Min.). Teil 2 am 12.11. (ca. 260 Min.).
  • Film: Shoah
  • 2018-11-11T18:30:00+01:00
  • 2018-11-12T18:30:00+01:00
  • – in Erinnerung an den 9. November 1938 – von Claude Lanzmann (FR 1974-1985, OmU). Teil 1 am 11.11. (ca. 300 Min.). Teil 2 am 12.11. (ca. 260 Min.).
  • Wann 11.11.2018 um 18:30 bis 12.11.2018 um 18:30 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Straße 46a
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Als 1985 Claude Lanzmanns „Shoah“ in Frankreich in die Kinos kam war es das markanteste Kinoereignis des Jahrzehnts. Simone de Beauvoir schrieb am 28.4.1985 in der Tageszeitung „Le Monde“: „Es ist nicht einfach, von „Shoah“ zu sprechen… Die große Kunst von Claude Lanzmann vermag die Orte zum Sprechen zu bringen, sie mittels der Stimmen wiederzuerwecken und jenseits aller Worte das Unaussprechliche, Unsägliche durch Gesichter auszudrücken.“

Claude Lanzmann ist am 5. Juli diesen Jahres in Paris verstorben und so ist die Aufführung von „Shoah“, der in zwei Teilen im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Novemberpogrom 1938 in Zusammenarbeit mit der „Höchster AG Geschichte und Erinnerung“ laufen wird, auch als eine Verneigung vor Lanzmann und seinem Werk zu verstehen.

Länge, Personenzahl und Themenvielfalt machen das Werk zu einem Monumentalfilm. Kein einziges Archivdokument wurde verwendet, der ganze Film wurde aus 350 Stunden Material in der Gegenwart gedreht. Die Recherche dauerte dreieinhalb Jahre und führte durch 14 Länder. Zwischen 1976 und 1981 gab es zehn Drehperioden.

„Shoah“ ist ein nichtfiktionales Werk, dessen Protagonisten - Juden, Nazis, direkte oder fernere Zeugen der Vernichtung - alle tatsächlich an den rekonstruierten Ereignissen beteiligt waren. So bildet der Film einen Gegensatz zu Legenden, Mythen und Fiktionen, die die erbarmungslose und nackte Wirklichkeit des Holocaust zersetzen, verwässern und zu einer hemmungslosen, uneingeschränkten Trivialisierung führen können.

Eintritt: 7 € / erm. 3,50 €