Fünf nach Zwölf - 7 Jahre Landebahn Nordwest

erstellt von Flughafen-BI — zuletzt geändert: 2018-10-03T10:47:48+01:00
Demo zum Jahrestag der Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest. Redner: Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie zum Thema „Klimawandel und Mobilität/Luftverkehr“. Mit Absinto Orkestra.
  • Wann 21.10.2018 ab 12:05 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Flughafen Frankfurt, Terminal 1
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Am 21. Oktober 2018 jährt sich der Eröffnungstag der Landebahn Nordwest zum 7. Mal. Seitdem liegen ca. 1600 km2 unter einem Lärm- und Schadstoffteppich, der schwere Gesundheitsschäden bei den Flughafenanwohnern verursacht. Dabei kommen immer mehr Risikofaktoren des Luftverkehrs – wie Ultrafeinstaub und die Folgen des Klimawandels – ans Licht.

Der Luftverkehr entwickelt sich zum weltweiten Klimakiller Nr. 1 und der Frankfurter Flughafen mischt dabei Dank der hessischen Politik kräftig mit. Er ist die größte Lärm- und Schadstoffquelle der Bundesrepublik Deutschland. Unübersehbar herrscht auf der gesamten Nordhalbkugel seit dem Frühjahr eine Dürre und Hitze, die beängstigende Ausmaße angenommen hat. Längst könnte der sog. „Point of no return“ erreicht sein. Es ist bereits Fünf nach Zwölf - für unsere Gesundheit und das Klima!

CDU, SPD und FDP stehen dabei für eine jahrzehntelange „Scheuklappenpolitik", die davon ausgeht, dass alles was für den Flughafen gut ist, auch den Menschen in der Region zu Gute kommt. Bedauerlicherweise haben auch BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN nichts aus ihrer Regierungsbeteiligung und ihrer ungeheuren Machtfülle – Verkehrsminister und Umweltministerin, Umweltdezernentin in Frankfurt am Main, Regierungspräsidentin in Darmstadt - gemacht, um die Flughafenanrainer und das Klima zu schützen. Umweltministerin Priska Hinz nutzt sogar das ihr unterstellte Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie um die Bevölkerung vorsätzlich über die Ultrafeinstaubbelastung und die damit verbundenen Gesundheitsgefahren zu täuschen.

Tatsächlich hat sich die Belastung der Flughafenanwohner seit der Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest unter der Regierungsbeteiligung der Grünen in Hessen nochmal deutlich erhöht:  Mit dem genehmigten Incentivierungs-Programm lockte man Billigflieger nach Frankfurt und lässt Landungen nach 23 Uhr zu. Damit wird das mühsam erkämpfte und dennoch viel zu kurze „Nachtflugverbot“ faktisch auf 5 Stunden verkürzt.

Dabei hatten alle Parteien nach Eröffnung der Landebahn Nordwest und vor den letzten Landtagswahlen erklärt, dass der Fluglärm und die Belastung der Flughafenanwohner reduziert werden müsse. Dies waren nichts anderes als wahltaktische Lügen.