Für eine gerechtere Verteilung des Straßenraumes

erstellt von Greenpeace Frankfurt — zuletzt geändert: 2018-05-24T17:31:08+02:00
Greenpeace-Aktivisten demonstrieren in Frankfurt mit sogenannten Gehzeugen: Mit umgehängten Holzrahmen in den Maßen eines durchschnittlichen Mittelklassewagens laufen die Umweltschützer vom Paulsplatz über Berliner Straße bis zur Konstabler Wache.
  • Wann 26.05.2018 ab 14:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Paulsplatz
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Auf einem Banner fordern sie: „Städte für Menschen, nicht für Autos!“ In Städten besetzen fahrende und stehende Autos den Großteil des Straßenraums. In Berlin sind dies beispielsweise 60 Prozent während Radfahrern lediglich 3 Prozent zur Verfügung steht. Ein parkendes Auto beansprucht etwa so viel Platz wie zehn Fahrräder. „Autos sind die rücksichtsloseste Art, sich in der Stadt fortzubewegen“, sagt Otto Gebhardt von Greenpeace-Frankfurt. „Bürgermeister müssen Stadtbewohnern schnell attraktive Angebote machen, wie sie sich ohne Auto in der Stadt bewegen können.“

Ein höherer Radanteil kann städtischen Verkehr sicherer machen, braucht aber gut ausgebaute Radwege. Dies zeigt die heute veröffentlichte Rangliste von Greenpeace zur Mobilität in den größten Städten 13 europäischer Länder (https://act.gp/2KvPpZb). So tragen sich in Amsterdam und Kopenhagen, wo Bewohner etwa ein Drittel ihrer Wege mit dem Rad zurücklegen, die wenigsten Radunfälle zu: zwölf beziehungsweise sieben pro 10.000 Wege. In Berlin mit einem Radanteil von lediglich 13 Prozent kommt es weit häufiger zu Unfällen: Innerhalb von 10.000 mit dem Rad zurückgelegten Wegen kommt die Studie auf 163 Unfälle. „Gut ausgebaute Radwege machen den Straßenverkehr sicherer“, so Otto Gebhardt. „Auch Frankfurt muss bei der Radinfrastruktur endlich aufholen. In einer wachsenden Stadt kann das nur gelingen, wenn Straßen gerechter aufgeteilt werden.“ Das Städte-Ranking online: https://act.gp/2KvPpZb