NSU – Kein Schlussstrich für die Aufklärung!

erstellt von DGB Bildungswerk Hessen e.V. — zuletzt geändert: 2018-10-13T20:32:47+02:00
Diskussionsveranstaltung "Nach dem Ende des NSU Prozesses – Kein Schlussstrich für die Aufklärung!" des DGB Bildungswerks Hessen.
  • Wann 30.10.2018 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77
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Am 11. Juni 2018 wurde das Urteil im Münchner NSU-Prozess verkündet. Doch viele Initiativen fordern, dass es keinen Schlussstrich bei der Aufklärung des rechten Terrors geben dürfe. Denn auch nach dem Ende des Prozesses und der Arbeit mehrerer parlamentarischer Untersuchungsausschüsse bleiben viele Fragen offen.

Die NSU Morde wurden nicht von Einzeltätern begangen. Es gibt in Deutschland bis heute organisierte rechtsterroristische Strukturen. Nur dank dieser Netzwerke konnten die Täter so lange unerkannt und unbehelligt im Untergrund leben. Die Ermittlungsbehörden haben 11 Jahre lang die rassistischen Tatmotive verkannt.

Wer schützt und unterstützt diese Netzwerke? Welche Strukturen haben diese Fehleinschätzung der Sicherheitsbehörden möglich gemacht?

Diese Fragen wollen mit Mitgliedern der Untersuchungsausschüsse Hessen und Thüringen und mit einer Vertreterin der Nebenklage diskutieren. Wir wollen eine Bilanz ziehen, welche Erkenntnisse zum rechten Terror in Deutschland gesichert sind und welche juristische und gesellschaftliche Aufklärungsarbeit noch geleistet werden muss.

18.00 Uhr  Eröffnung und Begrüßung: Birgit Groß

18.10 Uhr  Es diskutieren:
Antonia von der Behrens – Nebenklagevertreterin im Münchner NSU Prozess
Günter Rudolph – stellv. Vorsitzender des NSU Untersuchungsausschusses Hessen
Katharina König-Preuss – Obfrau der LINKEN im NSU Untersuchungsausschuss Thüringen
Moderation: Frank Lipschick

20.00 Uhr Ende der Veranstaltung