Ramstein – viel mehr als nur Drohnen

erstellt von Friedens- und Zukunftswerkstatt — zuletzt geändert: 2017-09-03T22:19:55+02:00
Friedenscamp und Festival #Stopp Air Base Ramstein. Busfahrt ab Frankfurt zur Menschenkette am Samstag, 9.9.
  • Wann 03.09.2017 um 00:00 bis 09.09.2017 um 00:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo RAMSTEIN
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Ohne Ramstein kann die regelmäßige „Kill list“ der US-Präsidenten durch die Drohnenpiloten nicht abgearbeitet werden. Darum sind das Friedenscamp und die Demonstrationen gegen die U.S.-Air Base Ramstein unter dem Motto „Stopp Air Base Ramstein – Kein Drohnenkrieg“ geplant sind, ein Signal für den Frieden. Hört oder liest man von Ramstein stehen immer die Drohnen – genauer, die dort ansässige SATCOM-Relaisstation – im Mittelpunkt des Interesses, ohne die der Drohnenkrieg der USA im arabischen Raum nicht möglich wäre. So schwerwiegend dieser Aspekt, der von deutschen Politikern heruntergespielt und von der deutschen Bevölkerung weitestgehend ignoriert wird, für den Weltfrieden ist: Die US-Militäranlagen in der Region Ramstein (Kaiserslautern) haben sehr viel weitreichendere Bedeutung.

Diese Bedeutung kann sich im Krisenfall erheblich auf die dort ansässige Bevölkerung auswirken. Laut Einschätzung von Wolfgang Jung, dem langjährigen Friedensaktivisten und Herausgeber der Luftpost-KL, stellen US-Anlagen in Kaiserslautern / Ramstein mit die größte Gefahr für Russland dar – und sind damit im Falle einer Krise primäres Ziel eines möglichen russischen Angriffs.

Vom Standort Ramstein gehen Bedrohungen aus, die weit über die Drohnenaktivitäten der USA hinausreichen und die Bevölkerung in der Region und in Deutschland direkt betreffen.

Die Befehlszentrale für den Raktenabwehrschild der USA und der NATO ist in das AIRCOM integriert. Weil dieser Abwehrschild die russischen Interkontinentalraketen, die einen atomaren Erstschlag der USA überlebt haben, über Europa abfangen soll, muss die Befehlszentrale in Ramstein sofort von russischen Raketen ausgeschaltet werden.

Ein Szenario mit Konsequenzen, die sich niemand im Detail ausmalen möchte, und das dazu beiträgt, dass der Ramsteiner Appell von Friedensaktivisten seit Jahren vorangetrieben wird. Der Ramsteiner Appell fordert dazu auf, alle verfassungswidrigen Aktivitäten der Streitkräfte der USA und der NATO auf und über dem Boden der Bundesrepublik Deutschland zu beenden. Der Appell wurde von den Initiatoren nach Ramstein benannt, weil die U.S.Air Base Ramstein im Kreis Kaiserslautern das Nervenzentrum und die Hauptdrehscheibe für die Angriffskriege der USA und der NATO ist. Seine Forderung gilt selbstverständlich für alle Militärbasen in der Bundesrepublik.

Ramsteiner Appell
Angriffskriege sind verfassungswidrig – von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen! Wir Bürgerinnen und Bürger fordern alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, die Nutzung von Militärbasen auf unserem Territorium und die Einbeziehung des Luftraums über der Bundesrepublik zur Vorbereitung und Führung von völkerrechts- und grundgesetzwidrigen Angriffskriegen sofort durch einen Beschluss unserer Volksvertretung zu verbieten, wie es Artikel 26 unseres Grundgesetzes zwingend vorschreibt.
Weitere Informationen unter: http://ramsteiner-appell.de.

Programm „Stopp Air Base Ramstein – Keinen Drohnenkrieg“ 2017

  • Friedenscamp vom 03.bis zum 10. September 2017

  • Internationaler Kongress zu Militärbasen am 8. und 9. September

  • Abendveranstaltung: Nein zu Drohnen und Atomwaffen – Ja zu Frieden und Gerechtigkeit in der Welt am 8. September

  • Menschenkette an 9. September

  • Auftakt- und Schlusskundgebung am 9. September

  • Festival KünstlerInnen für den Frieden am 9. September

Weitere Informationen unter: www.ramstein-kampagne.eu.

Abfahrt zur Menschenkette am 9. September um 10.45 Uhr, DGB-Haus Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77. Rückfahrt ab Ramstein um 16 Uhr

Bustickets: 20 € / ermäßigt 10 € nach Absprache. Vorauszahlung auf das Konto der Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.: Spendenkonto bei der Frankfurter Sparkasse, IBAN DE20 5005 0201 0200 0813 90. Empfänger: Sonderkonto Frieden und Zukunft, Stichwort: Ramstein-Bus.
Rückfragen bei Karl-Heinz Peil unter 0162-3447196 oder frieden-und-zukunft@gmx.de