Rechtspopulismus: Herausforderungen in/für Hessen und Europa

erstellt von Hessische Landeszentrale für politische Bildung — zuletzt geändert: 2018-10-02T13:19:26+01:00
Diskussion mit mit Prof. Dr. Benno Hafeneger, Enis Gülegen und Tim van Slobbe. Rechtspopulismus ist kein neues Phänomen. Und die Bedingungen, unter denen er – mal weniger, mal mehr – in Erscheinung tritt, sind es auch nicht.
  • Wann 15.10.2018 ab 18:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Dominikanerkloster, Kurt-Schumacher-Str. 23
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Das Erstarken des Rechtspopulismus ist eine neue Herausforderung für Demokratien in Europa, sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene.

Europaweit ist ein Wachsen rechtspopulistischer Bewegungen und Propaganda zu beobachten. In Ländern wie etwa Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Polen und Schweden sind rechtspopulistische Parteien in die Parlamente eingezogen; in Österreich und Ungarn sind sie an Regierungskoalitionen beteiligt.

Rechtspopulistische Parteien arbeiten über Ländergrenzen hinweg zusammen. In ihrer Propaganda setzen sie bewusst auf populäre Themen wie etwa Kritik an Globalisierung und (europäischer) Integration und benutzen dabei ähnliche Argumentationsmuster.

Ziel der Propaganda sind dabei insbesondere Bevölkerungsgruppen, die der meist verwendeten homogenisierenden Definition des „Volkes“ vermeintlich nicht entsprechen, d.h. allen voran sogenannte „Ausländer“, Juden, Muslime sowie Sinti und Roma, jedoch auch „sichtbare“ Minderheiten.

Auch in Deutschland ist eine Zunahme rechtspopulistischer Propaganda und das Erstarken rechtspopulistischer Parteien zu beobachten. In Hessen ist dies u.a. verbunden mit der Zunahme verbaler Angriffe auch auf Repräsentant_innen der Ausländerbeiräte. Und: Rechtspopulisten stehen kurz vor dem Einzug in den Hessischen Landtag.

• Warum gelingt es dennoch gerade jetzt Parteien, mit rechtspopulistischen Forderungen und Argumentationen offensichtlich erfolgreich Wählerstimmen zu gewinnen?

• Mit welchen Parolen werben sie?

• Wie verpacken sie ihre Sichtweisen in politische Botschaften?

• Welches Gesellschafts- und Menschenbild tritt zu Tage, wenn entsprechende Standpunkte der (rechtspopulistischen) Parteien kritisch analysiert werden?

• Welche Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede gibt es zu rechtspopulistischen Parteien in unseren Nachbarländern?

Diesen und anderen Fragen wollen wir im Vorfeld der Hessischen Landtagswahl nachgehen, für populistische Argumentationen sensibilisieren und geeignete Konzepte für den Umgang mit Rechtspopulist_innen in Parlament und Öffentlichkeit mit Ihnen diskutieren:

Prof. Dr. Benno Hafeneger, Philipps-Universität Marburg: Rechter Populismus in Europa, Deutschland und Hessen - eine Gefahr für die Demokratie?

Enis Gülegen, Vorsitzender, agah-Landesausländerbeirat: Einschließen und Ausschließen als Programm - Einblicke in ein Parteiprogramm von Rechtspopulisten

Tim van Slobbe, Vorsitzender, Ausländerbeirat Landkreis Gießen: Rechtspopulismus in der Kommunalpolitik – neue Erfahrungen und Beispiele

Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen und den Dialog mit Ihnen!

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Eine Veranstaltung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) und der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (agah) - Landesausländerbeirat in Kooperation mit:
• Arbeiterwohlfahrt (AWO), Kreisverband Frankfurt am Main
• Evangelische Kirche in Frankfurt
• Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen (GEW)
• Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung Frankfurt am Main (KAV)
• Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen
• VVN-BdA Landesverband Hessen