Sexismus an der Uni: Studierende fordern Konsequenzen nach Belästigung

erstellt von Asta und Autonomes Frauen*Lesben-Referat — zuletzt geändert: 2018-01-06T20:36:52+02:00
Kundgebung gegen sexuelle Belästigung, Sexismus und Ausnutzung von Machtgefällen an der Goethe-Universität.
  • Wann 17.01.2018 ab 12:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo IG-Farben Campus
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Anlass ist eine Berichterstattung der FAZ über sexualisierte Übergriffe durch einen Dozierenden. Kritisiert wird auch der Umgang des Gleichstellungsbüros der Universität mit dem Fall, sowie eine unzureichende Unterstützung der Betroffenen.

„Auch wenn es viele nicht sehen wollen gehört Sexismus und Übergriffigkeit leider zum Alltag an der Goethe-Uni. Gerade deshalb ist eine funktionierende Struktur wichtig, die beratend tätig ist und Sexismus auch entschlossen entgegentritt“, sagt Clara Mißbach (AStA Uni Frankfurt)

Josefine Hertle (Autonomes Frauen*Lesben-Referat): „Es kann nicht sein, dass die Universität so sehr um ihr Image besorgt ist, dass sie Betroffenen von sexualisierten Übergriffen droht. Aufgabe eines Gleichstellungsbüros ist die Unterstützung von Betroffenen, und nicht das Schützen von Tätern. Dass sich Opfer von sexualisierten Übergriffen an die Öffentlichkeit wenden, zeigt dass in diesem Fall offensichtlich keine ausreichenden Maßnahmen von Seiten der Universität ergriffen wurden. Gerade in einer Beratungsstelle, darf sexualisierte Gewalt nicht relativiert werden.“  

Anna Yeliz Schentke (AStA-Vorsitzende) fordert, dass die Universitätsleitung Stellung zu den Vorwürfen bezieht: „Es muss aufgeklärt werden, ob der Dozent noch an der Uni tätig ist, welche Maßnahmen gegen die Übergriffe eingeleitet wurden und warum diese nicht erfolgreich waren. Außerdem wollen wir wissen, welche Konsequenzen für die internen Abläufe die Universität und das Gleichstellungsbüro aus diesem Vorfall ziehen.“