Wie die Frauenbewegung Frankfurt bewegt(e)

erstellt von Deutsches ArchitekturMuseum — zuletzt geändert: 2017-09-26T17:11:24+02:00
Vortrag von Dörthe Jung, Sozialwissenschaftlerin und Autorin. Es waren ungewohnte Stadtbilder für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, als in den 1970er Jahren Frauen laut protestierend gegen den §218, der ihnen das Recht auf Abtreibung und Selbstbestimmung über ihren Körper verwehrte, auf die Straßen gingen.
  • Wie die Frauenbewegung Frankfurt bewegt(e)
  • 2017-10-04T19:00:00+02:00
  • 2017-10-04T23:59:59+02:00
  • Vortrag von Dörthe Jung, Sozialwissenschaftlerin und Autorin. Es waren ungewohnte Stadtbilder für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, als in den 1970er Jahren Frauen laut protestierend gegen den §218, der ihnen das Recht auf Abtreibung und Selbstbestimmung über ihren Körper verwehrte, auf die Straßen gingen.
  • Wann 04.10.2017 ab 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Architektur Museum, Schaumainkai 43
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Aber das war erst der Anfang. In den folgenden zwei Jahrzehnten bewegte zunehmend die Dynamik des feministischen Protests die Stadt: In vielen Stadtteilen eröffneten Frauenzentren, die sich zum Mittelpunkt des Protestes entwickelten; der Frauenbuchladen und das Stadt-Magazin "Frankfurter Frauenblatt", viele Frauenprojekte wurden gegründet. Bundesweite Ereignisse wie z.B. 1974 ein Frauenkongress an der Universität mit über tausend Teilnehmerinnen machte deutlich, dass es sich bei dem Kampf der Frauen nicht um eine Eintagsfliege handelte. Denn die damalige Frauengeneration hatte „die Schnauze voll", sie ließ sich nicht mehr in das patriarchale Korsett weiblicher Lebensplanung der Nachkriegszeit zwängen, pochte auf mehr Rechte und Freiheit. Sie rebellierte gegen frauenfeindliche Gesetze, gegen das seinerzeit gängige Modell der Hausfrauenehe und das Recht des Ehemannes zur Vergewaltigung in der Ehe.

Schockierte die neue Frauenbewegung zunächst die Frankfurter Stadtgesellschaft, so veränderte sie sie aus heutiger Sicht nachhaltig. Spuren dessen, was seinerzeit erkämpft wurde, finden sich heute überall in der Stadt. Niemand sieht ihnen mehr den langen Weg des politischen Frauenkampfes an. Einige Etappen dieses Weges lässt Dörthe Jung in ihrem Vortrag noch einmal lebendig werden.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Führung durch die neu eröffnete Ausstellung "Frau Architekt".

Im Rahmen der Vortragsreihe des DAMs "Stadt Plus. Die Stadt und der Feminismus"