Abrüsten - Kriege beenden – Flüchtenden helfen – Rassismus stoppen

erstellt von Frieden- und Zukunftswerkstatt — zuletzt geändert: 2017-04-16T10:40:17+01:00
Bisher über 60 Aktionen der Friedensbewegung in allen Teilen des Landes

Von bunten und kreativen Aktionen berichten die Ostermarschinitiativen aus allen Regionen unseres Landes. Die regionalen Organisatoren der Ostermärsche informierten von einer stärkeren Beteiligung an bisher über 60 Veranstaltungen. „Dies zeigt die stabile Organisationsstruktur der Friedensbewegung, die im ganzen Land in der Lage ist, für Frieden und Abrüstung gegen die Militarisierung nach Innen und Außen Aktionen zu organisieren“, so der Sprecher des Ostermarschbüros, Willi van Ooyen.

Weltweit fliehen 60 Millionen Menschen vor Krieg und Verfolgung, wirtschaftlicher Ausbeutung, Klimawandel und Perspektivlosigkeit – mitverursacht durch die Politik des globalen Nordens. Die Friedensbewegung verweigert sich dem Zwangsdenken von Kriegspropaganda, Kriegsdrohungen und Kriegen. Sie hält fest an ihrer Vision von einer Welt ohne Atomwaffen, von einem entmilitarisierten Europa der Völkerverständigung und einem Deutschland, von dessen Boden kein Krieg, sondern Frieden ausgeht.

Die Ostermarschierer fordern eine Politik, die Fluchtursachen bekämpft und die deutsche Verantwortung für die Geflüchteten übernimmt. Deshalb darf keine Abschottung und rassistische Ausgrenzung akzeptiert werden. Besonders zynisch sei es, Geflüchtete in das durch den andauernden Krieg zerstörte Afghanistan abzuschieben.

Vorrangig wird bei den Ostermärschen der sofortige Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen, anstatt militärischer Drohgebärden, gefordert. Anstelle der Waffenexporte soll Rüstungskonversion stehen. Und entsprechende deutsche Initiativen sollen zur Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen, Uranmunition und Landminen führen. Die weitere Aufrüstung und die Anschaffung von Drohnen für die Bundeswehr, um die neue Kriegsführung in aller Welt weiter voranzutreiben, wurde bei den Ostermarschaktionen verurteilt. Eine klare Absage wird der militaristischen Werbung der Bundeswehr an Schulen, Hochschulen und Arbeitsagenturen erteilt.

Am heutigen Ostersonntag wird der Ruhr-Ostermarsch von Essen über Wattenscheid nach Bochum fortgesetzt. Weitere Aktionen finden u. a. in Frankfurt (Oder) und Bonn statt.

Frankfurt am Main, 16. April 2017

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