Auftakt der Ostermärsche: Aktionen in mehr als 130 Städten

erstellt von Ostermarschbüro — zuletzt geändert 2022-04-16T12:11:26+01:00
Von einer guten Resonanz auf ihre Ostermarschaufrufe berichten die regionalen Friedensinitiativen von ihren Aktionen in den zurückliegenden Tagen bis zum Karfreitag.

Von einer guten Resonanz auf ihre Ostermarschaufrufe berichten die regionalen Friedensinitiativen von ihren Aktionen in den zurückliegenden Tagen bis zum Karfreitag. In den Aufrufen zum Ostermarsch wird durchgängig der Angriffskrieg der russischen Föderation gegen die Ukraine als völkerrechtswidriges Verbrechen verurteilt. Bei den Aktionen wird ein sofortiger Waffenstillstand und Friedensverhandlungen für ein friedliches, demilitarisiertes und atomwaffenfreies Europa gefordert. Dies sei Voraussetzung für gemeinsame Sicherheit, für Frieden und Abrüstung unter Einschluss von Ukraine und Russland. Die Ostermarschierer verlangen den Stopp aller Waffenlieferungen und die Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile Bedarfe.

Kriege und militärische Auseinandersetzungen nehmen weltweit zu. Sie sind Teil vielfältiger Krisen und Konflikte: Pandemien, Klimakrise, Hungersnöte, wachsende soziale Spaltung, Vermüllung von Land und Meeren, Artensterben. Viele Landstriche bieten keine Lebens perspektive mehr, sodass Millionen Menschen zur Flucht gezwungen sind. Die Ostermarschierer:innen fordern, für alle die aus Kriegen entkommen wollen - unabhängig von Hautfarbe, Staatsangehörigkeit und Identität. die Türen offen zu halten.

Bei den Kundgebungen der Friedensbewegung protestieren Rednerinnen und Redner gegen den immer bedrohlicher werdenden Militarismus in unserem Land, der aktuell in der Politik und bei Medien sichtbar werde. Die Ostermarschierer wenden sich gegen den geplante 100-Milliarden-Euro-Rüstungsfonds und die NATO-Vorgabe von 2% des BIP, was auf ca 75 Milliarden hinausläuft. Weltweit werden 2 Billionen für Rüstung ausgegeben, während gleichzeitig Hunger und Armut zunimmt.

Von der deutschen Politik wird die Unterstützung des im letzten Jahr von der großen Mehrheit der UN-
Mitgliedsstaaten beschlossenen Vertrages zum Verbot von Atomwaffen gefordert. Der bereits 2010 getroffene Bundestagsbeschluss zum Abzug der US-Atomwaffen am Standort Büchel muss endlich umgesetzt werden und Pläne zur „Modernisierung“ der Atomwaffen müssen gestoppt werden.

Am heutigen Ostersamstag finden Aktionen u. a. statt in:
Kiel, Lübeck, Wedel, Landkreis Wesermarsch, Flensburg, Schwerin, Osnabrück, Emden, Bremen, Bremerhaven, Oldenburg, Lüneburg, Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Gifhorn, Hameln, Unterlüß (Rheinmetall), Goslar, Göttingen, Herford, Bielefeld, Münster, Duisburg, Düren, Düsseldorf, Köln, Bonn, Gummersbach, Wuppertal, Siegen Brandenburg/Havel, Berlin, Weimar, Gera, Jena, Leipzig, Eschwege, Kassel, Limburg, Gießen, Wiesbaden, Erbach, Kaiserslautern, Ludwigshafen und Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen, Offenburg, Ellwangen, Oberndorf, Aschaffenburg, Würzburg, Hof, Erlangen, Ansbach, Weiden, Ulm, Ingolstadt, Augsburg, Traunstein
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Frankfurt am Main, 16. April 2022

Die Infostelle Ostermarsch 2022 im Frankfurter Gewerkschaftshaus ist wieder über die Ostertage besetzt.
Die Informationsstelle befindet sich im Frankfurter Gewerkschaftshaus, Tel.: 069/24249950, Fax: 069/24249951, E-mail: Frieden-und-zukunft@t-online.de