AWO: Zurück in die Zukunft!

erstellt von Dr. Achim Kessler — zuletzt geändert: 2019-12-09T13:52:04+02:00
Die Arbeiterwohlfahrt Frankfurt muss sich auf ihre historische Verantwortung besinnen!

"Die Affäre um die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Frankfurt am Main wirft einen Schatten auf die fundamentale historische Bedeutung dieser Institution der Arbeiterbewegung. In der Geschichte Deutschlands war die AWO ein wichtiger Faktor im Leben der Werktätigen und Erwerbslosen. Ihre Fundamente waren Solidarität, Toleranz und Emanzipation. Seit ihrer Gründung durch Marie Juchacz war die AWO eine Organisation der Arbeiterinnen und Arbeiter, eine Organisation zur Selbstermächtigung und Hilfe zur Selbsthilfe. Und nicht zur Selbstbereicherung, wie als Vorwurf nun im Zusammenhang mit der AWO in Frankfurt im Raum steht", erklärt Achim Kessler, Frankfurter Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE.

"Durch Lohndumping, hohe Mieten, ein ausgehöhltes Sozialsystem wird es immer schwerer, mit dem Durchschnittseinkommen einer Arbeiterin oder eines Arbeiters zu leben. Von Büros bis zu Fabriken dominieren unsichere Beschäftigung und eine gnadenlose Marktlogik statt Mitmenschlichkeit. Solidarität ist selten und glaubwürdige soziale Stimmen fehlen oft schmerzlich. Wir brauchen eine starke Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt, die glaubwürdig und mit moralischer Autorität für die Interessen von Erwerbstätigen und Erwerbslosen eintreten kann. Wir brauchen eine aktive Organisation der Arbeiterinnen und Arbeiter, deshalb fordere ich die Verantwortlichen auf, die Vorwürfe schnell und rückhaltlos aufzuklären und Konsequenzen daraus zu ziehen. Die Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt muss zurück in die Hände derjenigen, zu deren Wohl sie einst gegründet wurde."

Pressemitteilung, 9. Dezember 2019

Büro Dr. Achim Kessler, MdB
Obmann im Ausschuss für Gesundheit
Sprecher für Gesundheitsökonomie der Fraktion DIE LINKE.