Grüne Lunge in Frankfurt besetzt

erstellt von Kampagne Grüne Lunge bleibt - Instone stoppen! — zuletzt geändert: 2021-04-02T16:47:50+02:00
Erste Baumhäuser gegen das Bauprojekt von Instone errichtet

Aktivist:innen aus dem Dannenröder Wald und die Kampagne Grüne Lunge bleibt - Instone stoppen! erklären mit Baumhäusern und Türmen das Bauprojekt Günthersburghöfe auf dem Stadtnatur-Areal Grüne Lunge im Frankfurter Nordend verhindern zu wollen.

"Wir haben die Grüne Lunge besetzt, um angesichts der Klimakrise die Natur dort zu schützen", erklärte die Aktivistin Alex. "Wir werden es nicht zulassen, dass weit über 1000 Bäume für ein Immobilien-Projekt mit vorrangig hochpreisigen Wohnungen gerodet werden. Erste Baumhäuser sind gebaut, ein Turm errichtet. Wir sind gekommen, um zu bleiben!"

Auf dem 16 Hektar großen Stadtnatur-Areal sollen 1500 Wohnungen entstehen. Die Baupläne für die Günthersburghöfe liegen bereits in der Schublade des Planungsamts. Die Aktivist:innen erwarten, dass im Zuge der laufenden Sondierungen und Koalitionsverhandlungen endgültig über die Zukunft des Geländes entscheiden wird.

Thea von Fridays for future Frankfurt erklärte: "Unser Globaer Klimastreik vom März kritisierte, dass die klimapolitischen Ankündigungen der Regierenden bisher oft leere Versprechungen waren. Weil auch bei den Grünen sich Positionen oftmals als heiße Luft entpuppen, ist es wichtig, dass nun viele Menschen bereit sind die Grüne Lunge tatsächlich mit Hilfe von Bäumhäusern zu schützen."

Alexis Passadakis von der Kampagne Grüne Lunge bleibt - Instone stoppen! ergänzt: "Bei dem Konflikt um die Grüne Lunge kommen zwei Auseinandersetzungen zusammen: Der Mietenwahnsinn in Frankfurt wird durch mehr hochpreisigen Wohnraum massiv angeheizt. Zweitens gießt eine Stadtplanung, die auf Rodungen, Bodenversiegelung, Autostellplätze, Stahlbeton und Gasheizungen setzt weiter Öl ins Feuer der Klimakrise. Für eine Stadtentwicklungspolitik mit der Kettensäge gibt es in Zeiten der Klimakrise keinen Platz mehr.

Pressemitteilung 30.03.2021