Housing Action Day – europaweiter Aktionstag gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung in Frankfurt

erstellt von Bündnis Mietentscheid Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-03-25T21:53:22+02:00
Viele Themen und Auseinandersetzungen zum Mieten und Wohnen werden aufgegriffen +++ Außerdem: Preisverleihung für Frankfurts dreisteste Mieterhöhung

Der Housing Action Day findet am Samstag, den 27. März ab 15 Uhr auf dem Römerberg statt und zum zweiten Mal in Frankfurt. Zu dem Aktionstag gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung sind zeitgleich Aktionen in vielen Städten in ganz Europa geplant.

In Frankfurt beteiligen sich viele Initiativen aus verschiedenen Stadtteilen und zu verschiedenen Themen an dem Tag, so Lisa Hahn vom Bündnis Mietentscheid Frankfurt: „Es geht um Leerstand, Mieterhöhungen, Luxusmodernisierung, das Auslaufen von Sozialbindungen. Aber auch um den Erhalt von bezahlbaren Mieten und Freiräumen, die Enteignung großer Wohnungskonzerne ‒ und natürlich um den Mietentscheid! Wir wollen zeigen, dass bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt fehlt und verloren geht ‒ und dass wir viele Vorschläge haben, um dieses Problem anzugehen."

Mit dem Mietentscheid Frankfurt hat ein großes Bündnis aus mittlerweile mehr als 45 Organisationen bereits vor drei Jahren konkrete Forderungen für mehr geförderten Wohnraum vorgelegt. Obwohl innerhalb von nur vier Monaten 25.000 Menschen die Forderungen unterschrieben haben, zögert die Stadt die direktdemokratische Abstimmung seit Monaten mit einem aufwendigen Rechtsprozess hinaus. „Der Housing Action Day findet kurz nach der Kommunalwahl statt. Das nutzen wir, um die neu gewählten Stadtverordneten daran zu erinnern, dass sie die Möglichkeit haben, die Forderungen des Mietentscheids sofort umzusetzen!", so Hahn.

Außerdem wird im Rahmen des Housing Action Days der Preis für Frankfurts dreisteste Mieterhöhung verliehen werden. Dazu erläutert Hahn: „Seit Herbst 2020 sind wir auf der Suche nach Frankfurts dreistester Mieterhöhung. Leider haben wir sehr viele Zuschriften bekommen. Es ist bittere Realität, dass selbst öffentliche Wohnungsunternehmen ohnehin schon hohe Mieten noch erhöhen. Die Erhöhungen fallen jetzt in eine durch die Corona-Pandemie besonders schwierige Zeit für Mieter*innen. Gegen solche Dreistigkeit können wir nur gemeinsam etwas unternehmen. Darauf wollen wir mit der Preisverleihung aufmerksam machen."

Bei der Kundgebung zum Housing Action Day gelten die Maßnahmen zu Eindämmung der Corona-Pandemie (Maske tragen und Abstand halten).

Pressemitteilung 25.3.2021