Keine Sonntagszustellung von Paketen – Ruhephase für die Beschäftigten notwendig

erstellt von DIE LINKE. Hessen — zuletzt geändert: 2020-04-22T12:49:50+02:00
Der Schutz der Beschäftigten muss jetzt an erster Stelle stehen

„Es ist mehr als unnötig mit einer Ausnahmeregelung bundesweit am Sonntag Pakete zustellen zu wollen“, erklärt Petra Heimer, Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Hessen zu den Plänen der Deutschen Post, auch sonntags Pakete auszuliefern. „Der Schutz der Beschäftigten muss jetzt an erster Stelle stehen, denn deren Belastung ist bereits jetzt extrem hoch. Gerade für Paketzustellerinnen und Paketzusteller ist ein Ruhetag daher unabdingbar. Die Deutsche Post muss mit guten Arbeitsbedingungen und besseren Gehältern dafür sorgen, dass die Personalengpässe behoben werden. Sonntagsarbeit darf doch nicht den Personalmehrbedarf ersetzen. Die aktuelle Situation darf nicht dazu genutzt werden, Arbeitnehmer*innenrechte zu schwächen und die Sonntagsarbeit Schritt für Schritt einzuführen.
Die Löhne im Versand und bei der Paketzustellung müssen insgesamt steigen. Wir fordern einen Mindestlohn von 13 Euro und für alle Beschäftigten geltende Tarifverträge mit Kündigungsschutz, Überstundenzuschlägen und Sonderzahlungen. Die Deutsche Post als Arbeitgeber darf nicht länger auf eine möglichst hohe Dividende für die Aktionärinnen und Aktionäre hinarbeiten, die von den Beschäftigten durch Niedriglöhne und Überstunden erwirtschaftet wird.“

DIE LINKE. Hessen, Pressedienst, Frankfurt am Main, 21. April 2020