Wie können wir die Menschen in Rojava unterstützen?

erstellt von Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane — zuletzt geändert: 2019-01-04T10:40:10+00:00
Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane zur Lage in Nordsyrien

Liebe Mitglieder und Interessierte,

wir verfolgen alle sehr angespannt, was die Türkei und ihre dschihadistischen Verbündeten gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien planen und wie sich Europa, wie sich die Bundesrepublik zu den Drohungen Erdogans verhält.

Wie Ihr den Interviews mit Gerhard Trabert entnehmen konntet, sind die Menschen dort in größter Angst, aber auch bereit, sich zu verteidigen.
http://frankfurt-kobane.com/invasionsdrohung-der-tuerkei-dr-gerhard-trabert-berichtet-von-reise-nach-kobane.html

Rainer Hermann (FAZ) hat mit dem Außenbeauftragten der Föderation, Salih Muslim, ein Interview geführt (FAZ, 2.1.2019)

Er geht auf die Bedrohungslage und die Expansionswünsche der Türkei ein, macht aber auch Vorschläge, wie die Europäer die Menschen in Nordsyrien/Rojava unterstützen könnten: "Die französische Regierung baut in Amuda, dem Verwaltungszentrum im Norden Syriens auf einem Gelände, das zur Verfügung gestellt wurde, ein Kulturinstitut. Wir würden es begrüßen, wenn andere Länder dem folgen würden und beispielsweise Schulen gründen, etwa Deutschland."

Unser Ziel ist genau ein solcher Austausch, der perspektivisch seinen Ausdruck in einer Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Kobane finden soll.

Dass auch auf kommunaler Ebene durchaus etwas zur Verbesserung der Lage der nordkurdischen Bevölkerung getan werden kann, hat die Stadt Frankfurt, genauer gesagt Oberbürgermeister Peter Feldmann, bewiesen, indem er die Bibliothek für das Waisenhaus Alan´s Rainbow in Kobane finanziert hat.
http://frankfurt-kobane.com/frankfurter-oberbuergermeister-unterstuetzt-waisenhaus-alans-rainbow.html

Trotz der Stationierung syrischer Soldaten um die Stadt Manbij ist die Gefahr einer türkischen Militärinvasion noch lange nicht gebannt. Die Situation ist völlig unberechenbar, die Türkei transportiert an die Grenze zu Syrien schweres Kriegsgerät - auch der Leopard-II ist wieder mit dabei - und die Dschihadisten kündigen an, die "ungläubigen Kurden abschlachten" zu wollen. Wir rechnen mit allem, wie die Menschen in Nordsyrien es tun, halten aber an unseren Anstrengungen zum Wiederaufbau von Kobane fest - dazu gehört unter anderem die Einladung von zwei Politikern aus Kobane nach Frankfurt/Hessen durch die Stadträtin und Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber.

Wir bedanken uns bei allen, mit denen wir im letzten Jahr gemeinsam aktiv waren und die uns unterstützt haben, und wünschen Euch/Ihnen ein friedliches neues  Jahr!

Bianca Winter, Mitglied des Vorstands

Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane e. V.
http://frankfurt-kobane.com/
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