Antifa-Kneipe: Europakonzeptionen der extremen Rechten
Ein Europa von Dublin bis Wladiwostok – Europakonzeptionen der extremen Rechten. Vortrag & Diskussion mit Volkmar Wölk
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- Antifa-Kneipe: Europakonzeptionen der extremen Rechten
- 2024-07-26T19:00:00+02:00
- 2024-07-26T23:59:59+02:00
- Ein Europa von Dublin bis Wladiwostok – Europakonzeptionen der extremen Rechten. Vortrag & Diskussion mit Volkmar Wölk
26.07.2024 ab 19:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)
Café Kurzschlusz, Kleiststr. 5
“Europa der Nationen”, “Europa der Vaterländer”…: Das waren früher die Schlagworte der Parteien der extremen Rechten, wenn es um Europa ging. Der Nationalstaat im Mittelpunkt, ein Europa ohne tatsächliche Entscheidungsbefugnisse als loser Verbund. Europa schien eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die Differenzen waren wichtiger als der Wille zur Zusammenarbeit. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Tatsächlich spielten Europakonzeptionen in der extremen Rechten schon immer eine wichtige Rolle. Die italienischen Faschisten wollten eine “faschistische Internationale” gründen, die Nazis initiierten eine “Internationale der Nationalisten”. Und die Europaideologie war das zentrale Element bei der Herausbildung der “Neuen” Rechten. Diese “Neue” Rechte spielt auch weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung rechter Europakonzeptionen. Diese haben seit dem Zerfall des sowjetischen Machtblocks sogar noch an Bedeutung gewonnen.
Uneinigkeit herrscht weiterhin über die konkrete Ausgestaltung und die Ausdehnung dieses neuen Europas. Ein zentralistisch gelenktes Europa von Dublin bis Waldiwostik (Jean Thiriart)? Ein christlich geprägtes eurosowjetisches Reich mit Moskau als “Drittem Rom” (Alexander Dugin)? Ein eurosibirisches, archäofuturistisches Reich (Guillaume Faye)? Einigkeit dagegen besteht in Bezug auf den Hauptfeind: die USA. Volkmar Wölk stellt diese Theoriekonstrukte und der Entstehung und Entwicklung vor und beleuchtet deren Einfluss auf die Wahlparteien der extremen Rechten in der EU.
Volkmar Wölk lebt in Sachsen als Publizist und Erwachsenenbildner. Er war Mitbegründer der Zeitschrift “Der Rechte Rand”, für die er immer noch schreibt. Langjähriger Mitarbeiter der Linksfraktion im Sächsischen Landtag.