Antifa-Kneipe: Männlichkeit und rechter Terror

erstellt von Antifaschistische Basisgruppe ffm/of — zuletzt geändert 2022-07-12T09:30:34+01:00
Vortrag & Diskussion mit Newal Yalcin
  • Wann 29.07.2022 ab 19:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Café Kurzschlusz, Kleiststr. 5
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Seit dem antisemitischen und rassistischen Anschlag in Halle wird auch in deutschsprachigen Medien vermehrt über den Zusammenhang von Männlichkeit und rechtem Terror sowie über sogenannte Incels diskutiert. Aber was hat das Geschlecht des Attentäters mit der Tat zu tun? Und ist die Grundlage dafür bereits in einer “normalen” Männlichkeit angelegt?

Der Vortrag beleuchtet diese Fragen aus einer psychoanalytisch-sozialpsychologischen Perspektive und erarbeitet ein Verständnis von Männlichkeit, das Anknüpfungspunkte für die Untersuchung von rechtem Terror bietet. Als Fundament dienen dabei Analysen, die eine fragile und krisenanfällige Männlichkeit als notwendigen Bestandteil einer patriarchalen Gesellschaft erkennen und sie in ihren Ursprüngen kritisieren. Mit Hilfe dieser theoretischen Ansätze soll schließlich ein feministischer und männlichkeitskritischer Blick auf konkrete rechte Anschläge, wie dem in Halle, entwickelt werden. Dabei ist aber auch zu klären, welche Aspekte rechten Terrors durch diese Ansätze nicht verstanden werden können. Wo liegen also die Grenzen von Männlichkeit als Analysekategorie?

Newal Yalcin studierte in Frankfurt Soziologie und arbeitet vor allem zu den Themen Feminismus und Männlichkeit. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich intensiv mit dem Anschlag in Halle 2019 und einer männlichkeitstheoretischen Perspektive auf diesen.